Die Wiesn will sicherer werden, aber für wen eigentlich?

Kennst du das Gefühl, auf der Wiesn in der Menge zu tanzen, und dann merkst du, dass sich jemand unangenehm nah an dich drängt, ohne dass das ein Versehen ist? Für den Start des 191. Oktoberfests am 19. September hat sich München genau diesem Problem gestellt.

Was sich am Sicherheitskonzept ändert

Neben der neuen Sicherheitszentrale mit KI-Kamera-Unterstützung gegen Gedränge (siehe unser News-Update dazu) fährt die Stadt in diesem Jahr auch eine gezielte Kampagne gegen sexuelle Belästigung auf dem Festgelände. Ziel ist es laut Berichten von Tagesspiegel und t-online, Besucherinnen sichtbar zu zeigen, wo sie im Ernstfall Hilfe finden, etwa über Sicherheitspersonal, Sanitätsstationen oder eine eigene Notfall-App.

Was das für deinen Wiesn-Besuch bedeutet

Für dich heißt das: Wenn du selbst oder jemand in deiner Gruppe auf der Wiesn belästigt wird, gibt es dieses Jahr klarer kommunizierte Anlaufstellen als bisher. Ob die Kampagne das eigentliche Problem löst oder nur sichtbarer macht, wird sich erst im Nachhinein zeigen, an den Grundproblemen wie Alkohol, Enge und Anonymität in der Menge ändert eine Kampagne allein wenig. Trotzdem ist es ein Unterschied, ob eine Stadt das Thema offen benennt oder wegschweigt, gerade bei einem Fest, zu dem jedes Jahr Millionen Menschen kommen.

Foto von Manuel Joseph: https://www.pexels.com/de-de/foto/luftbildfotografie-einer-personengruppe-9827/