Werdet ihr heiraten? 3 Fragen an junge, queere Deutsche zur Ehe für alle

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  • Benjamin, 28 Jahre aus Freiburg im Breisgau

    Seit jeher gehe ich mit meiner Homosexualität so selbstverständlich wie möglich um. Ich habe noch nie Anfeindungen, Benachteiligung oder Ausgrenzung erfahren und lebe sehr glücklich in einer Partnerschaft mit einem Mann. In meinem Freundeskreis mit mehrheitlich heterosexuellen Paaren erlebe ich in den Partnerschaften keinerlei Unterschiede; außer, wir unterhalten uns über Heirat und Kinder. Die Ehe für alle ist, in einem toleranten Deutschland wie ich es erlebe, für mich also der letzte logische Schritt. Der Wegfall der Bezeichnung „Verpartnerung“ und die grundsätzliche Möglichkeit, zu zweit ein Kind adoptieren zu können, führen bei mir zur regelrechten Beflügelung meiner eigenen Hochzeits-Vorstellungen. Bisher ist noch nichts Konkretes geplant aber der romantischen Vorstellung, einem Menschen in meinem Leben das Versprechen zu geben in allen Lebenslagen mit allen Rechten und Pflichten für ihn da zu sein, war ich schon immer sehr zugeneigt. Dass die Abstimmung im Bundestag nun aufgrund eines politisches Kalküls der regierenden Parteien im Wahlkampf kommt, ist mir eigentlich egal. Hier ist für mich ganz persönlich mal nicht der Weg, sondern das Ziel von Bedeutung.

    Bild: privat