Ernährung: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

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Fleischlose Ernährung liegt voll im Trend: 7,8 Millionen Vegetarier und 900.000 Veganer gibt es mittlerweile in Deutschland. Dass sich die rein pflanzliche Ernährung langfristig positiv auf unsere Gesundheit auswirkt, weil sich die Zufuhr von Kohlenhydraten dadurch automatisch reduziert, ist allgemein bekannt. Doch die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen nun, was passieren würde, wenn tatsächlich alle sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten auf Fleisch verzichten würden.

Während der Untersuchung wurden Zukunftsszenarien entwickelt, um herauszufinden, wie sich globale Ernährungsumstellungen wirklich auswirken würden. Die dabei ausgearbeiteten vegetarischen und veganen Szenarien entwerfen ein völlig neues Lebenskonzept.

 

Wir könnten Milllionen Menschenleben retten

 

Tatsächlich hätte der totale Fleischverzicht drastische Folgen: Durch den vermehrten Verzehr von Früchten und Gemüse sowie die Abstinenz von rotem Fleisch könnten Millionen Menschen vor dem sicheren Tod gerettet werden. Mit reduzierter Energiezufuhr und der damit verbundenen Fettleibigkeit würde sich die globale Sterblichkeitsrate sogar um bis zu zehn Prozent reduzieren. Die Umstellung auf eine komplett fleischlose Ernährung hätte aber auch ökonomische Vorteile: Weil sich die Klimagasemissionen durch die Lebensmittelherstellung um 63 Prozent verringern würden, könnten mehr als eine Billion US-Dollar gespart werden.

Und auch die Umwelt profitiert von den wassersparenden Vegetariern: Der Wasserverbrauch würde sich um 70 Prozent dezimieren, weil man für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch 15.000 Liter Wasser braucht, für ein Kilo Salat aber nur 300. Selbst der Klimawandel könnte mit einem weltweiten vegetarischen Lebensstil eingedämmt werden. Die Klimagasemissionen durch die Lebensmittelherstellung würden sich mit einer Umstellung auf pflanzliche Produkte um 63 Prozent verringern, mit einem radikalen Verzicht auf alle tierischen Produkte sogar um 70 Prozent.

 

Auch der Vegetarismus hat seine Schattenseiten

 

Natürlich kann eine rein vegetarische Ernährung auch Nachteile mit sich bringen: Fleisch enthält wichtige Prozente an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen. Diese lebenswichtigen Nährstoffe sind damit in optimalerer Form verfügbar als in den meisten Pflanzen. Und doch sind die vegetarischen Zukunftsszenarien vor allem wegen dem berühmt-berüchtigten „größeren Wohl“ so wünschenswert wie utopisch: In Südasien und vielen Teilen von Afrika müsste sich die Produktion und der Konsum von Früchten und Gemüse mehr als verdoppeln, und der Konsum von rotem Fleisch halbiert werden, um tatsächlich globale Auswirkungen zu haben.

 

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Bildquelle: stokpic.com unter CC 0 Lizenz

Comments
  • Felix in the Sky

    Zitat aus dem Artikel: „Durch den vermehrten Verzehr von Früchten und Gemüse sowie die Abstinenz von rotem Fleisch könnten Millionen Menschen vor dem sicheren Tod gerettet werden.“ Der Tod für den Menschen ist sicherer als das sprichwörtliche Amen in der Kirche, also wen retten? Dieser Satz ist so sinnlos und falsch, dass einem schon kein blöder metaphorischer Vergleich mehr einfällt.
    Genauso die Aussage bzgl. des Klimawandels. Es heißt Klimawandel, weil sich das Klima im Verlaufe der Geschichte der Erde ständig geändert hat und 2 Grad mehr oder weniger fallen im Verlauf überhaupt nicht ins Gewicht. Da gab es schon viel drastischere Temperaturschwankungen. (vergleiche z.B. hier: http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/klimawandel-28044/17/PDF/17.pdf – Seite 23)

    01/04/2016
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