10 Tipps, wie man eine Fernbeziehung übersteht
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Schreibt euch Briefe!
„Smartphones bringen dich der Ferne näher, aber entfremden dich dabei dem Unmittelbaren“, hat mal ein weiser Mann zu mir gesagt. Zwar schreiben wir mit unseren Liebsten und schicken ihnen Fotos, um das Gefühl zu haben, näher bei ihnen zu sein, doch dabei vergessen wir oft unser Gegenüber und entfernen uns dadurch fast unbewusst von unserer eigenen Realität. Diese ist im Moment nämlich nicht unser Zuhause, sondern dieses Café, in dem wir gerade sitzen – Meilen davon entfernt, mit Menschen, die wir gerade kennengelernt haben und dem ausgefransten Geldbeutel in der Hosentasche, in dem ausländische Währung drinnen ist, auf die wir monatelang gespart haben. Oder die Vorlesung, die seit fünfzig Minuten an uns vorbeirauscht, weil wir daueronline auf Facebook sind.
Außerdem: gibt es denn irgendetwas Romantischeres als Briefe oder Postkarten? Wann hast du zuletzt einen richtigen Liebesbrief geschrieben? Oder bekommen? So einen, den man in einer Kiste aufhebt und immer wieder zur Hand nimmt, wenn man traurig ist und den anderen vermisst? Noch gar nicht? Siehste. Das ist Zucker in Zeiten der Verzweiflung und für das Gefühl, das einen überkommt, wenn man diese Zeilen liest, gibt es ganz sicher kein Whats App-Smiley. Deshalb: schickt euren Liebsten einen Brief!
Bildquelle: „Good Bye“ von Ka Cheng Ho unter cc-by-sa-2.0