Auf der Sonnenseite des Lebens: Was macht uns wirklich glücklich?

Glückliches Mädchen

Die Frage nach dem Glück ist eine der ältesten Fragen, die uns Menschen beschäftigt. Etliche Philosophen haben sich im Laufe der Zeit schon gefragt, was es denn genau braucht, damit man sein Leben in Zufriedenheit und innerer Ruhe mit sich selber leben kann. Im antiken Griechenland waren sich die Denker noch sehr uneinig, was zur Glückseligkeit dazugehört. Für Sokrates, Platon und Aristoteles war eine gewissenhafte Lebensweise die wichtigste Basis, um sein Glück zu verwirklichen, während Epikur als hedonistischer Vertreter die Lebenslust und die Schmerzfreiheit befürwortete. Der materielle Wohlstand war im Altertum noch eher nebensächlich, heute wird dagegen gerne behauptet, Geld sei der wichtigste Schlüssel zum Glück.

 

Wege zum Glück

 

Zu den glücklichsten Ländern der Erde zählen heute unter anderem die skandinavischen Länder wie Dänemark oder Island. Dass diese Staaten wohlhabend sind, spielt auch eine Rolle, ist aber nur einer von vielen Faktoren, die das allgemeine Glücksempfinden beeinflussen. Entscheidend ist hierfür auch eine freie Gesellschaft, in der Frauen und Männer weitgehend gleichberechtigt sind. Frei sein, das bedeutet auch übersetzt nach der Lehre von Epikur, sich immer mal wieder was zu gönnen, sozusagen eine Art „Sunmaker“ zu sein: Beim Pokern oder anderen Glücksspielen zum Beispiel suchen Menschen immer gerne den Kick, um sich zu vergnügen und materielles Glück in der Hand zu halten.

Ist es also das Streben nach Reichtum, das uns besonders glücklich macht? Viele Leute argumentieren auch dagegen und halten fest, dass es die kleinen Dinge im Leben sind, die positive Emotionen bei uns auslösen: Wenn der beste Freund oder die beste Freundin einen überrascht oder einfach mal ein ernst gemeintes Kompliment ausspricht, zum Beispiel – nicht über die sozialen Medien, wohlgemerkt! Auch zwei Menschen, die sich frisch verliebt haben, können sich vor Glücksgefühlen kaum noch retten, sobald die Glücksstoffe wie im Rausch ausgeschüttet werden.

 

Musik an, Welt aus

 

Freude lässt sich auch oft empfinden, wenn man einfach mal wieder Zeit für sich hat: Endlich kann man das gute Buch zu Ende lesen, das seit einigen Wochen auf dem Stapel liegt. Oder man setzt sich draußen bei schönstem Wetter in den Liegestuhl und lässt mit seiner Lieblingsmusik die Seele baumeln. Eine klassische Win-Win-Situation – was gibt es schließlich Schöneres, als Sonne zu tanken und gleichzeitig den wundervollen Klängen aus den Kopfhörern zu lauschen? Glück ist letztendlich auch eine sehr individuelle Wahrnehmung. So verschieden wie wir Menschen nun mal sind, so unterschiedlich sind auch unsere Interessen und Hobbies: Der eine findet Muße beim Zeichnen, während der andere bei Konzerten voll aus sich herausgehen kann. Jeder hat seinen eigenen Weg, um auf Dauer glücklich zu werden. Geld allein muss es nicht sein.

 

Folge ZEITjUNG auf Facebook, Twitter und Instagram!

Titelbild: Pexels unter CC0 Lizenz