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Lebensunterhalt durch Sportwetten finanzieren – geht das?

Sportwetten sind gefragt wie nie zuvor. Aber können Wetten auch den Lebensunterhalt sichern und mehr sein als ein aufregender Zeitvertreib?

Ist es möglich, seinen Lebensunterhalt durch Wetten zu finanzieren?

Jedes Jahr werden Milliardenbeträge durch Sportwetten generiert – und das allein in Deutschland. Seit einigen Jahren hat sich das Wettgeschäft zu einem finanzstarken und mittlerweile auch seriösen Sektor entwickelt. Da Sportwetten mittlerweile salonfähig geworden sind, stellt sich die Frage, ob es nicht auch möglich ist, seinen Lebensunterhalt durch gewonnene Wetten zu bestreiten. Kurz gesagt: Ja, das ist möglich, aber nicht einfach.

Es klingt wie reine Utopie: Zu Hause auf der Couch sitzen, das Tablet herausholen, Wetten abgeben, den Lieblingssport schauen und auf diese Weise täglich Geld verdienen. Was aus der Sicht eines Normalsterblichen einigermaßen unwirklich scheint, ist die Realität für so manchen erfahrenen Wett-Profi, der seinen Lebensunterhalt mit Sportwetten bestreitet.

Alles, was es für dieses Leben eigentlich benötigt, ist Interesse für den Sport und etwas Fachwissen sowie die Möglichkeit, über einen PC, das Tablet oder Smartphone ins Internet zu gelangen, was heutzutage nicht wirklich problematisch sein dürfte.

Denn der Gang zum Wettbüro ist heute natürlich nicht mehr vonnöten, da sich im World Wide Web das eine oder andere Sportwetten-Portal finden lässt, bei dem sich Interessierte registrieren und im Nu Wetten platzieren können. Dass dies aber nicht zwangsläufig mit garantierten Wettgewinnen in drei- oder vierstelliger Höhe einhergeht, dürfte klar sein.


Video: Aus dem Leben eines Wettprofis – Ein Wettprofi erzählt, wie das Leben als professioneller Spieler tatsächlich abläuft.

Zahlen und Strategien – darauf kommt es an

„Glück und Pech spielen nur zwischenzeitlich eine wichtige Rolle. Auf Dauer entscheidet das Können“, sagt der Wettexperte Joachim Marnitz in einem Interview. Joachim verdient professionell mit Sportwetten sein Geld. Dies bedeutet allerdings nicht, dass er nicht auch „etwas Ordentliches“ gelernt hätte.

Denn Joachim Marnitz ist Diplom-Soziologe mit einem Faible für Zahlen und Statistiken. Und genau dies ist für langfristigen Erfolg beim Wetten auch dringend vonnöten. Vor allem gehe es im professionellen Sportwettengeschäft um drei Dinge:

– die Analyse zahlreicher Datensätze

– die Analyse von Quotenbewegungen zweier Teams

– die Analyse der individuellen Rahmenbedingungen einer Partie (Verletzungen oder Sperren von Spielern, Relevanz der Begegnung, Derbys etc.)

Weiterhin gelte es, den Erfolg von Sportwetten richtig einschätzen zu können. Laut Marnitz verbucht ein professioneller Tipper maximal fünf Prozent seines Umsatzes als Gewinn. Viele Wetten gehen auch verloren, zudem wird mit hohen Kapitaleinsätzen gespielt und das meist nur auf eine einzige Begegnung. Wer also beispielsweise 10.000 Euro im Jahr mit Sportwetten verdienen möchte, muss jährlich schon 200.000 Euro mit Sportwetten umsetzen.

Darüber hinaus ergebe es für ambitionierte Spieler nur wenig Sinn, bei den großen kommerziellen Anbietern wie Tipico, bwin und Co. zu wetten. Denn wer zu oft hohe Gewinne einfährt, wird von diesen Sportwettenanbietern ganz einfach gesperrt. Oder es werden Einsatz- bzw. Gewinnlimits ausgesprochen.

Deswegen wettet Joachim Marnitz bei weniger bekannten Buchmachern wie SBO oder IBC, von denen zwar kaum einer etwas gehört hat, die aber den Vorteil bieten, keine Limits zu setzen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Wetteinsätze immer sehr hoch sein müssen. Mehr als zwei Prozent seines Wettkapitals sollte niemand einsetzen. Hier liege der Fehler bei vielen Anfängern.

Sind Sportwetten bei Privatanbietern überhaupt legal?

Über 200.000 Menschen nahmen in Deutschland 2016 mindestens einmal in der Woche an Sportwetten teil – Tendenz steigend. Dies hat natürlich auch mit dem Engagement vieler Sportwettenanbieter auf dem deutschen Markt zu tun. Dies gilt beispielsweise für Tipico.

Der Wettanbieter mit Firmensitz in Malta – dort werden die meisten Sportwettenanbieter mit Glücksspiellizenzen ausgestattet – fungiert hierzulande als Sponsor für bekannte Teams wie RB Leipzig oder auch den FC Bayern München.

Wer die 1. Bundesliga im Pay-TV verfolgt, darf sich in nahezu jeder Werbepause einen Werbeclip ansehen, in denen derzeit Oliver Kahn als Testimonial oder auch die Stars des deutschen Rekordmeisters aus München zu sehen sind.


Video: Das macht Eindruck. Wenn gar die Superstars des FC Bayern zu sehen sind, können Sportwetten ja nicht so schlecht sein.

Dass ein derartiges Engagement der Wettanbieter überhaupt möglich ist, das ist auch der Liberalisierung des deutschen Sportwettenmarktes zu verdanken. Erst im März dieses Jahres unterzeichneten die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer die mittlerweile bereits zweite Änderung des Glücksspielstaatsvertrags.

War es in Deutschland lange Zeit dem deutschen Staat bzw. dem staatlich geführten Tipp-Portal Oddset allein möglich, Sportwetten anzubieten, so dürfen dies nun auch private Wett-Unternehmen. Nach monatelangem Rechtsstreit, weil vorerst nur 20 Konzessionen ausgegeben werden sollten, kamen die Minister nun zu einer Übereinkunft. Der Vertrag tritt ab dem 01. Januar 2018 in Kraft und ist vorerst auf ein Jahr datiert.

Daran erkennst du, wie gut du bist

Wer sich also bei Tipico und Co. registriert, muss keine Sorgen haben, dass er sich womöglich strafbar macht. Zumindest die rechtlichen Voraussetzungen sind nach Jahren der Ungewissheit nun endlich geklärt.

Einen erfolgreichen Einstieg ins Wettgeschäft bedeutet dies aber natürlich nicht. Ob man das Talent zum erfolgreichen Wettprofi hat bzw. die eigene Wettstrategie tatsächlich aufgeht, das zeigt sich Joachim Marnitz zufolge erst nach circa 1.000 Wetten.

Wie gut man ist, das lasse sich dann aber nicht nur an einem gefüllten Wettkontostand ablesen, auch wenn dies natürlich der wichtigste Punkt ist. Viele Anfänger würden den Fehler machen, Wetten nach einem „Ja-Nein-Konzept“ auszuwählen und sich zu sehr auf ihren Instinkt zu verlassen.

Jeder gute Tipper sollte Quoten als das betrachten, was sie sind: als Wahrscheinlichkeiten. Für den professionellen Tipper müsse es nun darum gehen, die richtigen Quoten für sich zu finden. Dies bedeutet, dass Begegnungen gesucht werden müssen, bei denen bestimmte Tipps zu hohe Quoten aufweisen, die eigenen Analysen also sagen, dass ein bestimmter Tipp mit höherer Wahrscheinlichkeit eintritt, als es die Quote suggeriert.

Hierfür bedarf es natürlich eines eigenen und besonders ausgeklügelten mathematischen Systems mit vielen individuell definierten Variablen. Joachim Marnitz hat solch ein System entwickelt und ist deswegen imstande, Wahrscheinlichkeiten genauer vorherzusagen als die Wettanbieter. Dies führt auf Dauer zum Erfolg. Ob man selbst dazu imstande ist, sollte jeder für sich entscheiden.

 

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Bildquelle: Antonio Guillem – 369906299 / Shutterstock.com

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