Gründung: Warum eröffnen wir nicht einfach einen McDonalds?

McDonalds Filiale

Wer ausschließlich aus Profitgier ein eigenes Unternehmen auf die Beine stellen will und bereits entsprechendes Kapital an Land gezogen hat, kann theoretisch relativ lukrativ und ohne großes Risiko ein Franchise eröffnen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist McDonalds. Marketing? Nicht nötig. Der Name sagt bereits alles.

„Der Weg ist das Ziel“, heißt es ja so schön. Wir studieren, beginnen einen Job und haben dabei die Vorstellung, eines Tages etwas Eigenes auf die Beine stellen zu können. Doch trotz unserer großen Vision von beruflicher Unabhängigkeit und persönlicher Freiheit bleibt stets eine gewisse Restangst bestehen, würde man diesen Weg tatsächlich gehen. Selbst wenn wir das nötige Kleingeld hätten, würden wir den Mumm für die Gründung eines eigenen Unternehmens wahrscheinlich gar nicht erst aufbringen. Zu weit entfernt sind unsere kleinbürgerlichen Wurzeln vom klassischen Unternehmertum. Und dennoch: Die Vorstellung von der eigenen kleinen Firma treibt die meisten trotzdem um. Wir müssen uns nur einmal die unzähligen täglich neu gegründeten Start-ups in Berlin ansehen. Auch wenn ein Großteil davon heimliche Kopien von Ideen aus dem Silicon Valley sind, haben es die Leute immerhin gewagt, etwas auf die Beine zu stellen. Allerdings stellt sich hier auch eine andere Frage: Ist die Idee des eigenen Unternehmens in der heutigen Generation vor allem deshalb so attraktiv, weil man damit sein eigenes Ding macht? Und ist das im Zweifel vielleicht sogar wichtiger, als etwas tatsächlich Lukratives zu erschaffen?

 

Großes Franchise = sicherer Erfolg?

 

Eigene Ideen entwickeln, Investoren an Land ziehen und einfach mal ausprobieren. Für alle, die gerne etwas Eigenes aufbauen wollen, würde es theoretisch auch einfacher gehen, dafür wäre es aber weniger spannend. Jap, die Rede ist vom Franchise-Konzept. Der Vorteil liegt auf der Hand: Weder muss ein Konzept entwickelt werden, noch ist Werbung nötig – dem bekannten Namen sei Dank. Schließlich erwischen wir uns manchmal selbst dabei, wie wir lieber zu McDonalds gehen anstatt zur kleinen Frittenbude gegenüber, nur weil wir wissen, dass hier bestimmte Hygienestandards eingehalten werden und der Burger hundertprozentig so schmeckt wie beim letzten Mal und die unzähligen Male davor. Neben dem wohl größten Franchise-Unternehmen weltweit, profitieren aber auch andere Unternehmen von den dem Konzept, Rechte an einer Marke zu veräußern. Beim Online-Casino „Mr Green“ kann man den Erfahrungen von casinoshark.de zufolge zum Beispiel aus unter 300 Games auch ein Slot-Spiel von „Game of Thrones“ auswählen. Somit heißt es – zumindest für den Betreiber – nicht nur „Winter is coming“, sondern auch „Rendite is coming“. Ein Beispiel, wie man sich den Erfolg durch Franchise erhalten kann und sogar weiter ausbaut, war die Übergabe des Holiday Parks in Haßloch an die belgische Plopsa-Gruppe im Jahr 2010. Das bisherige Maskottchen Holly erhielt daraufhin neue „Freunde“ wie die Biene Maja oder Flip, den Grashüpfer. Süß, oder?

Fazit: Auch wenn Franchises eigentlich nicht wie eine Geschäftsidee wirken und die Eröffnung einer eigenen McDonalds-Filiale erst bei einem Startkapital von 250.000 Euro möglich ist, sind sie ziemlich erfolgversprechend – würde man tatsächlich aus reiner Profitgier heraus gründen und nicht etwa, um einfach „sein eigenes Ding zu machen“.
Bildrechte: Flickr McDonalds Mike Mozart CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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