Verpackung Antibabypille

Fakt 5: Der Protest der Kirchen

Laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) verurteilte der damalige Papst Paul VI. am 25. Juli 1968 in der sogenannten „Enzyklika Humanae Vitae“ die Geburtenkontrolle durch künstliche Verhütungsmittel. Die Enzyklika bezeichnet ein Lehrschreiben des Papstes, dass eine Stellungnahme zu aktuellen theologischen und gesellschaftlichen Fragen beinhaltet. In der Enzyklika vom 25. Juli 1968 hieß es also, die Pille würde den außerehelichen Geschlechtsverkehr befördern und zur „allgemeinen Aufweichung der sittlichen Zucht“ beitragen (bpb, 2015). Die Kirche bezog damals also klar Stellung gegen die Einführung der Pille. 

Fakt 6: Endlich offen über Sex reden

Unter anderem sorgte die Pille dafür, dass Sex und Sexualität offener diskutiert und praktiziert wurde. Außerdem setzten sich Frauen durch die Pille mehr für selbstbestimmte Familienplanung ein. Sie wurden unabhängiger, konnten sich später mit dem Muttersein auseinandersetzen und dadurch auch einen Fokus auf Ausbildung und Beruf legen. Dies sei laut bpb auch anhand der sprunghaft steigenden Anzahl der Abiturientinnen und Akademikerinnen in den 1960ern zu erkennen.