Revenge Porn: Wenn deine Nacktbilder im Internet stehen

Trennungen verlaufen in den seltensten Fällen vollkommen reibungslos und einvernehmlich ab – viel häufiger liebt der eine den anderen doch noch ein bisschen mehr und ist so ganz und gar nicht glücklich mit den getrennten Wegen. Doch anstatt sich die Blöße zu geben und sich seine Gefühle einzugestehen, entwickelt sich oftmals einfach nur ein Gefühl: Hass.

Manche sind einfach nicht in der Lage, mit dem gekränkten Stolz vernünftig umzugehen – und die Konsequenz ist Rache. Es wird sich zum Ziel gemacht, den Partner so richtig schön leiden zu lassen. Die Kränkung, die der Ex-Partner verursacht hat, soll heimgezahlt werden – ein nicht gerade vorbildlicher Charakterzug. Doch was ist, wenn der Partner so besessen von seinen Rachegedanken ist, dass dieser vor nichts Halt macht und das Leben des anderen vollkommen zerstören will? Solche Menschen sind unberechenbar. Und wenn sie einen Internetanschluss besitzen, verdammt gefährlich.

 

Revenge Porn: Ungewollte Veröffentlichung der intimsten Momente

 

Revenge-Porn ist die Spitze der Rachezüge: Intime Nacktbilder oder Videos, die während der Beziehung verschickt wurden oder im gegenseitigen Einverständnis gemacht wurden, werden hier missbraucht. Auf unseriösen, pornografischen Webseiten laden die skrupellosen Ex-Partner Bilder hoch, die in keinster Weise für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Als wäre diese Demütigung nicht schon genug, werden Name, Telefonnummer, Social-Media Profile und die E-Mail Adresse direkt mit veröffentlicht – der soziale Untergang für jeden von uns.

 

Die Verurteilung der Täter gestaltet sich schwierig

 

Als wäre das ganze an nicht schon schlimm genug, kann das Gesetz in solchen Fällen nur bedingt weiterhelfen. Mitllerweile haben zwar über 26 Staaten in den USA ein neues Rachepornogesetz eingeführt, aber in Staaten in denen dieses Gesetz noch nicht existiert, ist die Verurteilung der Täter schwierig. Opfer von Revenge Porn schließen sich zusammen und versuchen mit Hilfe ihrer Anwälte alles, damit ihre Bilder und Videos aus dem Internet verschwinden und die Verursacher ihre gerechte Strafe erhalten.

 

 

 

Revenge Porn ist eine ziemlich üble Sache! Also denkt am besten fünfmal nach, bevor ihr euren Liebsten das nächste Mal mit eindeutigen Bildern von euch beglücken wollt – mit so etwas wie Revenge Porn hätten die Opfer wohl auch am wenigsten gerechnet.

 

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Bilquelle: Screenshot Video

Praktikantin: Gerade die Bachelor-Arbeit eingeworfen und schon auf dem Weg ins solide München. Nach 6 ½ Semestern der Soziologie und Politikwissenschaften in Köln, ist es nun an der Zeit den aufregenden Alltag eines Online-Magazins einmal hautnah mitzubekommen. Und was liegt da näher als ein Praktikum beim wunderbaren ZEITjUNG.