Sex und Soda: Oh, er kommt! – So unterschiedlich kann der männliche Orgasmus sein

Banane als Symbol für den männlichen Organsmus

In dieser Kolumne schreibt Mila Bach über die prickelnden und weniger prickelnden Momente im Leben. Diesmal geht es um seinen Orgasmus.

Vor allem in den letzten Jahren wurde vermehrt über das Mysterium des weiblichen Orgasmus geredet. Gibt es den G-Punkt wirklich? Kann jede Frau squirten? Kann die Klitoris vom vielen Masturbieren mit dem Vibrator unempfindlicher werden? Dabei ist der männliche Orgasmus mindestens genauso spannend!

In Pornos bekommen wir immer wieder suggeriert, dass der männliche Orgasmus der Gipfel beim Sex ist. Erst wenn er erreicht ist, ist es beendet. Und dabei wird der dort jedes Mal gleich dargestellt. Der Mann kann ewig und irgendwann spritzt er mit voller Wucht auf die Frau. Dabei kann der männliche Orgasmus in so schön unterschiedlichen Weisen daherkommen. So, dass ich selbst oft überrascht bin. Hier mal ein paar Beispiele.

Vom Steuern bis zum Schnellschuss

Toll finde ich es, wenn Männer gelernt haben, ihren Orgasmus zu steuern. Denn, man mag es gar nicht glauben, auch der männliche Körper ist in der Lage, Erregung über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, ohne zu kommen. Und dann macht es für beide besonders Spaß, wenn mit großer Ankündigung á la „Und jetzt will ich kommen“ auf das Finale zugesteuert wird.

Überrascht hat mich ein Mann, der nicht nur sehr lange konnte, sondern auch mehrmals hintereinander. Ohne Pause. Also, ich rede davon, dass der Penis nach dem Orgasmus immer noch steif war und er einfach weitermachen konnte. Das hatte ich davor noch nie erlebt. Nur davon gehört und es als Urban Legend abgetan. Tatsächlich ist es mir unerklärlich, weil gerade bei Männern die Refraktärzeit besonders stark ist. Das ist der Zeitraum, indem die Erregung komplett runterfährt und ein Orgasmus erstmal nicht mehr möglich ist. Oder wie es ein Mann mal charmant ausdrückte: „Direkt nach meinem Orgasmus denke ich, dass ich für mindestens ein Jahr keinen Sex mehr brauche.“

Eher negativ überrascht hat mich ein Mann, der unter einer Minute kam. Und leider übertreibe ich bei diesem Beispiel nicht. Das ist ja an sich nicht tragisch. Aber wenn das beim zweiten Mal auch passiert und er sich nicht mal die Mühe macht, mich anders zu befriedigen, dann ist das leider ein Ausschlusskriterium für weiteren Sex.