Wie klimaschädlich ist eigentlich Skifahren?

Skifahren macht Spaß, aber wie klimaschädlich ist es? Bild: Pixabay

Der Herbst wird allmählich dunkler und kälter, es nähert sich der Winter. Mit ihm kommt auch der Schnee (zumindest in den Bergen) und die Wintersportsaison. Die letzte Saison ist für viele Wintersportler*innen pandemiebedingt ausgefallen, was für viel Wehmut sorgte. Umso größer ist jetzt die Vorfreude auf Pistenspaß, Alpenpanorama und Après-Ski. Doch können wir überhaupt mit gutem Gewissen über die Pisten heizen oder begehen wir damit nicht eine riesige Umweltsünde?

Fliegen, Fleischessen, Autofahren – all diese Handlungen schädigen bekannterweise unser Klima. Der Staat und der Einzelne unternimmt mehr oder weniger ernste Anstrengungen, um Alternativen zu finden und damit den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Es gibt einen gesellschaftlichen Druck, das eigene Verhalten so gut wie möglich anzupassen, weniger Fleisch zu essen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, ja sogar das Wort „Flugscham“ hat es in den deutschen Sprachgebrauch geschafft. Doch wie stehen die Dinge eigentlich beim Skifahren, das jeden Winter Millionen Deutsche in die Skigebiete treibt?

Die Auswirkungen des Skifahrens auf die Umwelt sind vielfältig. Von der Planierung des Bodens bis hin zu künstlichem Schnee – jedes noch so kleine Detail trägt zu Emissionen und Konsequenzen bei.

Landschaft und Gelände

Um überhaupt den Platz für Skipisten in den Bergen zu haben, müssen zuvor Wälder gerodet, Felsen aus dem Weg gesprengt und teilweise sogar Flüsse umgeleitet werden. Dies ist ein massiver Eingriff in die Natur und zerstört den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen. Der Boden wird planiert, was dafür sorgt, dass Wasser nicht mehr aufgenommen werden kann. Dies führt zu Überschwemmungen, Geröll- und Schlammlawinen. Und natürlich sind die Bedingungen für Pflanzen, im Sommer zu wachsen, stark erschwert.

Nicht nur für die Pisten muss die Landschaft verändert werden, auch für Parkplätze, Zufahrtsstraßen, Hotels, Restaurants, Campingplätze und Liftanlagen werden riesige Flächen plattgewalzt und bebaut.

Immer unterwegs. Momentan wahrscheinlich in den französischen Alpen. Leicht zu begeistern. Ganz besonders für Sport, vegane Leckereien, gute Romane, Yoga und Fremdsprachen.