Bayern kippt das KI-Verbot in Prüfungen – ehrlicher Umgang statt Kontrollzwang

Kennst du das schlechte Gewissen, wenn du für eine Hausarbeit heimlich ChatGPT um eine Formulierungshilfe bittest, weil die Prüfungsordnung KI komplett verbietet? Genau dieses Katz-und-Maus-Spiel soll in Bayern jetzt aufhören. Das bayerische Kabinett hat im Juni 2026 das Hochschulinnovationsgesetz geändert: Ein pauschales KI-Verbot bei Prüfungen ist damit vom Tisch. Stattdessen gilt künftig eine Kennzeichnungspflicht, Hochschulen dürfen die Nutzung von KI-Tools bei unbeaufsichtigten Prüfungen nicht mehr grundsätzlich untersagen, sollen sie aber in der Prüfungsordnung transparent machen lassen.

Was das für deinen Uni-Alltag bedeutet, wenn du nicht in Bayern studierst? Vermutlich mehr, als du denkst. Prüfungsformate verschieben sich ohnehin gerade überall, mündliche Prüfungen, betreute Projektarbeiten und Aufgaben, die deinen eigenen Denkweg sichtbar machen, gewinnen an Gewicht, wenn ein Text allein nicht mehr beweist, wer ihn wirklich verfasst hat. Bayern macht daraus jetzt als erstes Bundesland offizielle Politik. Ob andere Länder folgen, ist offen, der Trend weg vom Verbotsreflex hin zu ehrlicher Nutzung zeichnet sich aber ab.

Nutz das als Ausrede, dich schon jetzt ehrlich mit deiner eigenen KI-Nutzung auseinanderzusetzen, bevor es eine Vorschrift von dir verlangt.

Foto von Solen Feyissa: https://www.pexels.com/de-de/foto/smartphone-technologie-display-bildschirm-20870795/