Gefeuert von der KI? Warum 26 Meta-Beschäftigte gegen algorithmische Kündigungen klagen
Stell dir vor, du bekommst deine Kündigung, und der Grund ist kein Mensch, sondern ein Punktwert. Genau das werfen 26 ehemalige Beschäftigte dem Meta-Konzern gerade in einer Klage in den USA vor. Der Fall ist ein Vorgeschmack auf eine Frage, die uns alle betrifft, gerade weil KI längst den Arbeitsmarkt für Gen Z verändert.
Was der Klage vorgeworfen wird
Laut Klage soll Meta Kündigungen auf Basis automatisierter Leistungsprofile ausgesprochen haben, und zwar gezielt gegen Menschen, die sich in Elternzeit oder im Krankenstand befanden. Die Kläger:innen argumentieren, dass ein algorithmisch erzeugter Score darüber entschieden habe, wer gehen musste, ohne dass die besonderen Umstände dieser Personen berücksichtigt worden seien. Meta weist die Darstellung nach Berichten mehrerer Medien (u. a. CBS, Fortune, CNBC) zurück. Bewiesen ist bislang nichts, das Verfahren läuft. Es geht hier also um Vorwürfe, nicht um ein Urteil.
Warum das über Meta hinausgeht
Unabhängig vom Ausgang trifft der Fall einen Nerv. Wenn Software mitentscheidet, wer eingestellt, befördert oder entlassen wird, verschiebt sich Verantwortung an eine Stelle, die niemand zur Rede stellen kann. Ein Algorithmus entschuldigt sich nicht und erklärt sich nicht. Genau deshalb ist die Debatte auch hierzulande relevant, wo Digitalisierung und KI ohnehin schon vieles verändern: Automatisierte Bewertungssysteme im Arbeitsverhältnis sind längst keine US-Spezialität mehr. Die spannende Frage ist nicht, ob KI in HR-Abteilungen ankommt, sondern welche Entscheidungen wir ihr überlassen wollen, und wer dafür geradesteht, wenn sie danebenliegt.
Und du? Würde es für dich einen Unterschied machen, ob ein Mensch oder eine KI über deinen Job entscheidet? Sag uns, wo für dich die rote Linie liegt.
Foto von Ron Lach : https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-sitzung-sitzen-pflanze-9841344/