Ist das wirklich dein Chef im Videocall, oder nur sein Deepfake?
Stell dir vor, dein:e Chef:in ruft dich per Video an und bittet dich dringend um eine Überweisung. Bild und Stimme wirken absolut echt. Das Problem: Beides kann inzwischen komplett von einer KI erzeugt sein. Laut dem Entrust Identity Fraud Report 2026 gehen mittlerweile rund 20 % aller biometrischen Betrugsversuche auf Deepfakes zurück, Tendenz steigend.
Genau hier setzt eine neue Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) an: ein Echtzeit-Warnsystem, das Audio- und Videospur einer Videokonferenz laufend auf Fälschungsmerkmale prüft und Nutzer:innen direkt im Call warnt. Die Auswertung läuft lokal auf dem eigenen Gerät, das System ist noch in der Erprobung, soll aber perspektivisch in gängige Tools wie Zoom oder Teams integriert werden.
Bis es so weit ist, hilft vor allem gesunde Skepsis: Bei ungewöhnlichen Geldanfragen im Videocall lohnt sich ein Rückruf über einen zweiten, bekannten Kanal, auch wenn das Gesicht am Bildschirm täuschend echt aussieht. Was du tust, wenn dir selbst ein KI-Betrug vorgeworfen wird oder du KI-generierte Fake News erkennen willst, ist eine gute Ergänzung zu dieser gesunden Grundskepsis.
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