Gute Vorbereitung lässt einen viel gelassener in eine Prüfung gehen. Bild: Pexels

Eine wichtige Prüfung steht an und du hast schon Tage vorher nicht geschlafen. Dein Kopf dreht sich nur noch um Daten und Noten und du kannst an nichts anderes denken als an diesen einen Tag. Gleichzeitig scheint nichts von dem Gelernten hängen zu bleiben. Woran liegt das?

Zunächst einmal ist es schön zu wissen, dass man mit der Prüfungsangst nicht alleine ist. Über die Hälfte der deutschen Schüler*innen gibt an, dass sie Angst vor Prüfungen haben. 40 Prozent fühlen sich sogar „stark eingeschränkt“ durch die wiederkehrende Panik. Häufig reicht schon der Gedanke an eine nahende Klausur, um bei den Betroffenen schwitzige Hände und Herzrasen auszulösen. Diese Angst bezieht sich jedoch nicht nur auf die Schule oder Klausuren an der Uni. Prüfungsangst kann auch bei Fahrprüfungen, Referaten oder im Berufsleben auftreten. Ist man dann nicht gut vorbereitet oder hat am Tag der Prüfung ein zu hohes Stresslevel, kann es schnell zu einem Blackout kommen. Aber was genau ist Prüfungsangst eigentlich?

Was ist Prüfungsangst?

Das Kernmerkmal der Prüfungsangst besteht darin, dass die jeweilige Person Angst vor einer Bewertung von außen hat, die für sie möglicherweise negative Konsequenzen haben könnte. Hierbei ist das Selbstbild entscheidend. Bin ich ein durchschnittlicher Student, so wird mich eine 3+ eher weniger in eine ernstzunehmende Lebenskrise befördern. Sind meine Ansprüche jedoch höher, kann eine mittelmäßige Note stark an meinem Selbstwert rütteln. Angst ist zunächst einmal die Reaktion des Organismus auf eine bedrohliche Situation. In diesem Fall ist die bedrohliche Situation die bevorstehende Prüfung, die ganz ähnliche Symptome wie die Flucht vor einem aggressiven Tier auslöst. Der Herzschlag erhöht sich, der Körper ist in Alarmbereitschaft. Das Gehirn funktioniert nicht mehr richtig; in einer Prüfung also genau das, was man eigentlich vermeiden möchte.