Diese Porträts nehmen uns mit auf eine Reise in das frühe 20. Jahrhundert

Bilder New York Immigrants

Nichts könnte aktueller sein als das Thema Einwanderung und Flüchtlinge. Was viele dabei allerdings vergessen ist die Tatsache, dass Flucht kein neues Wort im deutschen Duden ist, denn das gibt es nicht erst seit gestern. Amerika hat das in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts bereits erfahren, als Hunderttausende Einwanderer in die Vereinigten Staaten einreisten. Wer allerdings denkt, dass die Menschen damals in zerfetzten Hosen und dreckigen Shirts in ihrem Zielland angekommen sind, der irrt gewaltig, denn diese Einwanderer hatten richtig Stil!

 

Aus alt mach neu

 

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts kamen mehr als 12 Millionen Immigranten über die New Yorker Ellis Islands nach Amerika. Jeder dieser Einwanderer hatte genau die gleichen Hoffnungen und Wünsche, wie die Flüchtlinge aus aller Welt heute: Zukunftsperspektiven und ein besseres Leben. Augustus Francis Sherman war zu dieser Zeit als Beamter in der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde zuständig und traf auf all die Menschen, die in Amerika Schutz suchten. Viele von ihnen hatten auf der Reise ihr traditionelles Landes- oder Arbeitsgewand an und kamen stilvoll und besonders gut gekleidet nach Amerika. Anschließend begann er, einige von ihnen vor seine Fotokamera zu stellen. Nun, fast 100 Jahre später, haben Jordan Lloyd und ihr Team von Dynamichrome Shermans Fotos wieder entdeckt und sie in ihr Projekt mit aufgenommen. In ihrem aktuellen Bildband The Paper Time Machine erwecken sie mithilfe von Bearbeitungstechniken und erfrischenden Farbkompositionen alte Schwarz-Weiß oder Sepia-Aufnahmen wieder zum Leben.

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