Zum Heiland mit James Arthur: „Ich habe meine Ängste in etwas Kreatives verwandelt.“

 

Wir wollen noch mal auf dein neues Album zurückkommen. Hat dir die Musik geholfen, aus den ganzen Schwierigkeiten des letzten Jahres rauszukommen?

Auf jeden Fall, ich wollte meine starken Ängste in etwas Kreatives und Positives verwandeln. Ich habe mich viel mit alten Freunden getroffen, Sport gemacht, meine Familie besucht, unkomplizierte Dinge eben. Ich habe etwas getan, das ich liebe, statt zu versuchen, Hunderte Dinge zu tun, nur um den Menschen zu gefallen. Ich wollte einfach wieder zu mir zurückfinden.

Also bist du praktisch zu einem „alten Leben“ zurückgekehrt, zwischen deinem letzten und dem aktuellen Album?

Oh ja, ich bin einfach wieder mehr nachhause gekommen. Ich lebe in London, bin aber fünf Stunden entfernt aufgewachsen. Also bin ich jedes Wochenende heimgefahren, um meine Familie zu sehen. Ich wollte mich wieder normal fühlen, abseits der Öffentlichkeit.

Ist es schwer für dich, nicht bei deiner Familie zu sein?

Manchmal ist es das, ja. Aber ich habe eine große Familie mit drei Schwestern und einem Bruder. Da kann es manchmal ziemlich anstrengend sein, jedem zu gefallen, deswegen bin ich nach ein paar Tagen ein bisschen froh, wieder nach London zu fahren .. (lacht), um wieder ein wenig für mich zu sein.

Ist das vielleicht auch der Grund, warum du so tief in deine eigenen Gefühle eintauchen und sie ausdrücken kannst? Weil du mit so vielen Mädchen aufgewachsen bist?

Oh ja, es war auf jeden Fall ein Segen, während meiner Kindheit so viel Kontakt mit Mädchen gehabt zu haben. Es gab mir Respekt vor Frauen und ermöglicht mir vielleicht ein wenig, den Kopf einer Frau besser zu verstehen. So kann ich Songs schreiben, mit denen sich Frauen verbunden fühlen.

Wir wollten dich noch etwas zu deinem Tattoo fragen. Auf deiner Brust steht ‚All the world’s a stage‘, ein Zitat von Shakespeare. Warum hast du genau dieses Motiv ausgewählt?

Ich habe mal ein Rapmixtape geschrieben, das ich so genannt habe. Das ist eine lange Geschichte. Es fing eigentlich damit an, dass ich eine Dokumentation über Orcas gesehen habe, die gefangen und hier bei uns dann dazu gezwungen werden, jeden Tag für die Zuschauer zu performen, obwohl sie das gar nicht wollen. Das hat mich für das Thema meines Mixtapes inspiriert: Es gibt keine Echtheit, oft musst du weiterarbeiten, obwohl es dir nicht gut geht. Trotzdem gehst du raus und musst es einfach tun. Auch wenn man darauf nicht vorbereitet bist, muss das Leben weitergehen: The show must go on. Aber das ist ja jetzt auch schon zwei Jahre her, ich fühle mich jetzt wirklich anders. Damals war es negativ, heute ist sehe ich es positiv.

Also blickst du jetzt auch positiv in die Zukunft?

Oh ja, ich freue mich wirklich auf meine Tour. Das ist mein Happy-Face, wirklich. Mein glückliches Gesicht sieht aus wie ein trauriges (lacht).

Hast du einen Plan, wie du dich in der Zukunft vor dem Rummel in der Öffentlichkeit schützen kannst?

Ja, ich versuche einfach drauf zu scheißen, was die Leute sagen. Zukünftig will ich weiter kreativ sein und Kunst machen. Wenn die Leute es mögen, was ich mache, dann freue ich mich. Und wenn nicht, dann versuche ich mich nicht davon runter ziehen zu lassen.

Hast du außer deiner Tour schon Pläne für die Zukunft

Ich würde gerne mal Schauspielern. Aber außer dem Performen in Musikvideos habe ich noch nicht viel Erfahrung. Als ich ein Kind war, war ich bei ein paar Produktionen dabei. Ich wollte schon damals immer auf der Bühne stehen. Performen ist das einzige, was ich kann, ich bin nicht gut in anderen Dingen. Ich kann nicht mal kochen (lacht).

 

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Bildquelle: ZEITjUNG

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