KI darf deine Dating-Bio schreiben, aber nicht dein Herz
Kennst du das – du sitzt vor deinem Dating-Profil und weißt nicht, wie du dich in drei Sätzen beschreiben sollst? Bei genau so etwas wollen viele Menschen KI-Hilfe. Bei den Gefühlen dahinter ziehen sie eine klare Grenze.
Was hilfreich ist und was nicht
Dass praktische Unterstützung gefragt ist, zeigt eine US-Studie der Match Group: Rund 64 Prozent der befragten Singles können sich vorstellen, KI als Hilfestellung beim Profiltext zu nutzen. Doch sobald es emotional wird, kippt die Stimmung – auch hierzulande. Laut einer Bitkom-Umfrage finden es 77 Prozent der Frauen und 69 Prozent der Männer in Deutschland grundsätzlich problematisch, wenn KI in Liebesbeziehungen eine Rolle spielt.
Die Grenze bei Companion-Apps
Besonders deutlich wird die Skepsis bei sogenannten Companion-Apps – also KIs, die als virtuelle Partner:innen auftreten. Laut den US-Daten würden rund 40 Prozent niemanden daten, der solche Apps nutzt; bei Frauen zwischen 18 und 24 Jahren sind es sogar 51 Prozent. Tatsächlich genutzt haben eine solche Anwendung in den letzten drei Monaten allerdings nur 12 Prozent der jungen Erwachsenen – die Ablehnung ist also deutlich größer als die reale Verbreitung.
Was daraus spricht
Die Zahlen erzählen weniger eine Geschichte von blinder KI-Angst als von einer gesunden Grenze: Werkzeug ja, Ersatz nein. Wer Hilfe beim Formulieren sucht, muss sich nicht schämen. Wer aber eine echte Verbindung sucht, bekommt eine klare Bestätigung: Die meisten wollen Unterstützung bei der Technik – aber keine Abkürzung beim Gefühl.
Foto von Jakub Zerdzicki: https://www.pexels.com/de-de/foto/liebe-love-kunst-herz-20137271/