… steht die Welt erst einmal Kopf. Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr, wie es war – plötzlich lebt ein kleiner Mensch bei uns, für den wir die ganze Welt bedeuten. Das kann ziemlich herausfordernd sein. Von außen wird die Anfangszeit mit Baby oft verklärt, der Babyplanet ist rosarot, die Kuschelzeit voller Genuss am neuen Erdenbürger und überhaupt ist alles nur niedlich und wunderschön. Dass das Kinderkriegen und v.a. -haben für Mutter und Vater aber auch andere Seiten hat und neben all dem Schönen ziemlich anstrengend sein kann, wird eher verschwiegen. Wir sagen euch, was man gerne schön vor dem Kinderkriegen gewusst hätte.Wer seinen Terminkalender liebt, kann den getrost erst einmal ganz weit weglegen. Babys kennen keinen Rhythmus und keine Verpflichtungen, sie kennen nicht mal den Unterschied zwischen Tag und Nacht. Daher fühlt es sich in der ersten Zeit mit Baby nicht nur so an, als würde die Welt Kopf stehen – sie tut es tatsächlich. Du bist wach – und nochmal wach, und eventuell nochmal – während andere friedlich schlummern, du isst oder duschst, wenn sich die Möglichkeit bietet, und nicht, wenn es die Uhr (oder dein Bedürfnis) sagt. Wer ein Kind hat, muss flexibel sein, und zwar am besten bis in die Haarspitzen. Dafür wird aus dir garantiert ein Multitalent, wenn es darum geht, jede freie Minute zu nutzen, wenn das Baby endlich zufrieden schläft. Was andere an einem Tag erledigen, schaffst du in einer Stunde: essen, Toilette, aufräumen, putzen, Wäsche waschen, staubsaugen – zack, erledigt!So oft werden die ersten Minuten beschrieben, wenn Mamas und Papas ihrem Baby zum ersten Mal in die Augen schauen. Sie werden als magisch und unvergesslich bezeichnet, als ein Gefühlsrausch, der den ganzen Körper durchströmt. Liebe auf den ersten Blick eben. Dass es aber nicht jedem Paar so geht, wird dabei oft verschwiegen. Liegt etwa eine sorgenvolle Schwangerschaft hinter den frischgebackenen Eltern oder hatte die Mutter eine komplizierte oder sehr schnelle Geburt, kann es ein wenig dauern, bis sich die Mutter- oder auch Vatergefühle einstellen. Das ist aber ganz normal und kein Grund zur Sorge. Früher oder später fallen die wunderschönen Gefühle über einen her und ehe man sich versieht, ist man in seinen kleinen Schatz unendlich verliebt.Dass die Hormone während der Schwangerschaft ein Spiel mit der werdenden Mama treiben und die Gefühlspalette kaum Grenzen kennt, ist nichts neues. Dass das aber auch noch eine ganze Weile nach der Geburt anhalten kann, wird gerne vergessen. Klar, den sogenannten Babyblues kurz nach der Geburt des Babys kennt jeder und kaum eine Frau kommt daran vorbei. Aber auch wenn dieses großartige Ereignis schon einige Zeit vorbei ist, gibt es Tage voller Freude und Unbeschwertheit, aber eben auch Zeiten mit Traurigkeit und Niedergeschlagenheit. Bis sich die Stimmung wieder halbwegs einpendelt, dauert es ein paar Monate – so wie eben auch der Körper seine Zeit braucht, um sich von 9 Monaten Schwangerschaft zu erholen. Was einem aber wirklich niemand sagt, bevor man es nicht selbst erlebt: Ein Baby durchläuft in seiner Entwicklung Phasen, die oftmals nicht nur das Baby selbst, sondern auch seine Eltern extrem anstrengen können. Diese Phasen, auch als Schub bezeichnet, zeigen sich oftmals darin, dass das Kind unruhig und quengelig ist, nicht zur Ruhe kommt, schlecht schläft, wenig trinkt und seine Zeit am liebsten auf dem Arm von Mama oder Papa verbringt. Das ist für alle sehr kräftezehrend. Zu allem Überfluss machen Babys in ihrem ersten Lebensjahr so viele Phasen bzw. Entwicklungsschübe durch, dass man das Gefühl hat, aus diesem Strudel gar nicht mehr herauszukommen. Und wenn dann auch noch die Zähne drücken … na dann gute Nacht – oder auch nicht!Die Pflege eines Babys nimmt viel Zeit in Anspruch. Daran ist ja auch nichts verkehrt, schließlich will man sich mit dem lieben kleinen Menschen auch auseinandersetzen und nur das Beste für sie oder ihn. Allerdings braucht jede Mama und jeder Papa auch Zeit für sich. Meist plant man so, dass man Dinge dann erledigt, wenn das Baby satt und frisch gewickelt in seiner Wiege schlummert. Je kleiner die Kinder sind, desto kürzer sind aber oft die Zeiträume, in denen man sich um sich selbst kümmern kann. Entweder will das Baby einfach nicht alleine liegen und schlafen, oder aber es gibt die letzte Mahlzeit direkt wieder in die Windel ab oder – fast noch schlimmer – es spuckt die letzte Milchmahlzeit wieder aus. Dann ist nicht nur das Baby samt Kleidung schmutzig, sondern auch das Bettchen. Und die Arbeit geht von vorne los. Das mag anstrengend klingen, aber keine Sorge: Diese Zeit geht schnell vorbei und nach ein paar Monaten hat man zwar mit Karottenbreiflecken im Pulli zu kämpfen, aber auch ein schon viel zufriedeneres und eigenständigeres Kind vor sich, das viel Freude daran hat, seine kleine Welt zu entdecken.Für ein Gefühlschaos sorgen nicht nur die Hormone, sondern sicher auch der Stress, sich um ein Neugeborenes zu kümmern. Dazu kommt der anhaltende Schlafmangel. Es gibt wohl kaum Eltern, die behaupten können, mit Baby ähnlich erholsam schlafen zu können wie ohne. Oft sind die Schlafphasen des Kindes sehr kurz, und anfänglich hört man auf jeden Mucks und jedes Schnorcheln, das das Kleine von sich gibt. Da fällt es schwer, ein Auge zuzutun und ausgeschlafen in den neuen Tag zu starten. Nicht umsonst gibt es die Empfehlung: „Schlafe, wenn das Baby schläft“, aber diesen Luxus gönnen sich nur die wenigsten Mütter oder Väter. Schließlich gibt es nebenher jede Menge anderes, was erledigt werden muss …Eine Schwangerschaft verändert den Körper. Das sagt einem alleine schon der gesunde Menschenverstand. Wenn im Bauch einer Frau über neun Monate hinweg ein Baby wächst, bedeutet das Hochleistung für den Körper, die sich nicht nur auf die Körpermitte auswirkt. Der Appetit wird größer, manche Frauen legen daher auch an anderen Körperteilen ein paar Fettpölsterchen an. Der Körper stellt sich schon früh auf die Milchproduktion ein, was fast immer eine größere Körbchengröße zur Folge hat. Das Bindegewebe kommt oft nicht so schnell mit, die Haut reißt – das alles hinterlässt Spuren. Bei den meisten Frauen bleiben sie – die Streifen, die schlaffe Haut, kleine Fettreserven. Statt damit zu hadern, sollten Mamas stolz darauf sein. Schließlich hat ihr Körper etwas Wundervolles geschafft.Bevor das Baby auf die Welt kommt, macht man sich viele Gedanken. Und natürlich möchte man nur das Beste für sein Kind. Dazu gehört ganz wesentlich der Umgang mit der Ernährung. Dass Stillen das Beste für Neugeborene ist, liegt in der Natur der Sache. Und am bequemsten ist es in den allermeisten Fällen auch. Aber es kann vorkommen, dass Mütter aus den unterschiedlichsten Gründen nicht stillen können oder wollen. Daran ist auch absolut nichts Verwerfliches. Heutzutage haben wir das große Glück, Säuglingsnahrung zur Verfügung zu haben, die dem Kind eine ausgewogene Ernährung in den ersten Lebensmonaten ermöglicht. Das Kind gedeiht ebenso gut, wie eines, das gestillt wird. Also, entspannt euch, Mütter. Egal, ob Stillen oder Flasche – Hauptsache, euch und dem Baby geht’s gut!Wenn aus zwei Menschen plötzlich Eltern werden, verändert sich vieles. Der Schwerpunkt in der Beziehung verlagert sich, und man hat plötzlich viel weniger Zeit miteinander, alles dreht sich um das neue Familienmitglied. Der Alltag muss gut organisiert sein, spontane Ausflüge, Konzert- oder Restaurantbesuche sind nur mit viel Aufwand möglich. Damit sich das Paar nicht aus den Augen verliert, ist es wichtig, sich immer wieder eine gemeinsame Auszeit zu schaffen. Ob es nun ein schöner Abend mit leckerem Essen zuhause ist, oder ob man einen Babysitter zur Hand hat und ausgehen kann – Paarzeit ist wichtig und sollte ebenso wie andere Termine einen festen Platz im Terminkalender haben.Das Tolle an Kindern ist, dass sie einem einen ganz neuen bzw. schon vergessenen Blick auf die Welt geben. Sobald sie anfangen, alles um sich herum zu entdecken – den ersten Schmetterling, den ersten Regenbogen, einen Tropfen Wasser, der in die Pfütze fällt – sieht man auch selbst viel genauer hin und erfreut sich an den kleinen Dingen, die schon zur Gewohnheit und scheinbar „unsichtbar“ geworden sind. Jeden Tag gibt es so viel neues, das erkundet werden will – nimm dir Zeit und erlebe die Welt zusammen mit deinem Sprössling noch einmal mit Kinderaugen.