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Black Mirror im echten Leben: Diese App erstellt eine digitale Version von dir

Wir sind in der Zukunft angekommen. Aber wollen wir das?

Hörst du zum ersten mal von „Replika„, hast du das Gefühl in einem Sci-Fi-Film zu stecken. Aber es scheint, als wären wir tatsächlich in der Zukunft angekommen. „Replika“ ist eine App, mit der du Unterhaltungen führst. Dabei lernt dich die App immer besser kennen und vermittelt dir, durch das angesammelte Wissen über dich, dein Freund zu sein. Das Projekt entstand aus einer Tragödie heraus. Ein sehr guter Freund der Erfinderin starb unerwartet bei einem Autounfall. Danach sehnte sie sich besonders nach ihren Unterhaltungen und las immer und immer wieder die Chat-Verläufe durch, um ihrem verstorbenen Freund näher zu sein. Aus diesem Gedanken heraus entsprang „Replika“. Die App kopiert dein Verhalten, um so länger du dich mit ihr unterhältst. Dabei erstellt sie quasi eine digitale Version von dir und lernt immer mehr dazu.

 

Real Life vs. Black Mirror

 

Eigentlich eine schöne Idee. So könnten zwischenmenschliche Beziehungen auch nach dem Tod einer Person zumindest auf eine gewisse Art und Weise weiter geführt werden. Doch irgendwie ist der Gedanke daran auch gruselig. Vielleicht, weil er uns viel zu sehr an die Serie Black Mirror erinnert. Die Folge „Wiedergänger“ handelt von dem selben Prinzip. Ash und Martha sind ein junges Pärchen und leben zusammen auf dem Land. Als Ash durch einen Autounfall stirbt, ersetzt Martha ihn durch eine Art App, die gespeist mit den im Internet gespeicherten Informationen von Ash, sein Verhalten annimmt. Im Gegensatz zur realen App „Replika“, geht die Anwendung in der Serie so weit, dass ein Roboter, der aussieht wie Ash, versucht, die Beziehung zu retten. Aber er ist nunmal doch nur ein Roboter und kann den Ansprüchen einer menschlichen Beziehung nicht gerecht werden.

Wir wissen nicht so recht, was wir von dieser Entwicklung der Technologie halten sollen. Was denkt ihr?

 

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