Die größten Beziehungsklischees

Romain Toornier Pärchen Kuss

Es gibt ja bekanntlich nichts und niemanden, das oder der nicht mit allerlei Klischees behaftet ist – so auch das Konstrukt rund um eine Beziehung. Gerade im Bereich des Zwischenmenschlichen gibt es hartnäckige Klischees, an die der ein oder andere so festhält, wie Leim und Papier es vermögen. Doch was ist wirklich dran an den gängigsten Klischees? Wir haben uns mal auf Spurensuche begeben.

 

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Gemeinsames Leben – Gemeinsames Konto?

 

Nicht wenige sind der festen Meinung, dass ein Gemeinschaftskonto zum Beziehungsstatus gehört wie das gegenseitige Vorstellen des Partners im Familien- und Freundeskreis. Ein Gemeinschaftskonto an sich ist auch nichts Verwerfliches, vorausgesetzt bei der Wahl des Gemeinschaftskontos wird auf die individuellen Wünsche beider Partner geachtet. Aber dennoch: Gegen getrennte Konten spricht auch nichts, immerhin bewahrt man sich damit eine gewisse Eigenständigkeit und zum anderen bleibt man mit getrennten Konten auch davor bewahrt, dass sich einer irgendwann von dannen macht und den anderen nichts als einen Schuldenberg oder zumindest den Dispokredit hinterlässt.

 

Reicher Mann schnappt sich attraktive Blondine

 

Ein ebenfalls sehr hartnäckiges Klischee ist, dass für Männer bei der Partnerwahl die Attraktivität der Frau sehr viel mehr zählt als der IQ der jeweiligen Dame. Doch Evolutionsforscher widerlegen dieses Muster. Demnach sind bei der Partnerwahl beiden Geschlechtern sehr wichtig, dass Charaktereigenschaften, Werte und Zukunftsziele zumindest in den wesentlichsten Punkten übereinstimmen – ein attraktives Erscheinungsbild ist aber dennoch nicht hinderlich. Gepflegte Menschen, die viel Wert auf einen gesunden Lebensstil legen und auf ihren Körper achten, finden nachweislich schneller und leichter einen neuen Partner.

 

Paare werden in einer Beziehung dick

 

Wer in einer festen Beziehung ist, lässt sich gehen – auch so ein typisches Klischee. Oftmals wird über Paare, die schon länger zusammen sind, gehässig hergezogen, weil sie sich immer mehr im Kleidungsstil anpassen und sich auch nicht jeden Tag in ihre heißesten Fummel werfen. Zum Teil bestätigt sich dieses Klischee auch immer wieder, aber es gibt natürlich auch hier Ausnahmen. Laut Beziehungsexperten ist eine Gewichtszunahme innerhalb einer Partnerschaft völlig normal, denn durch die gemeinsam verbrachte Zeit verändert sich auch das Essverhalten. Gemeinsam eingenommene Mahlzeiten erhöhen ganz automatisch die Pfundzahlen auf der Waage – bei Frauen im Übrigen sogar stärker als bei den Herren der Schöpfung.

 

Männer reden nicht über ihre Gefühle

 

Ein weit verbreitetes Klischee ist zudem, dass Frauen immer und zu jeder Zeit über ihre Gefühle, Ängste und Sorgen reden wollen, während Männer genervt die Augen rollen und lieber ihre Ruhe haben wollen. Reagiert ein Mann prototypisch bei Konfliktsituationen und ist eher mundfaul, fühlen sich Frauen in dieser Situation häufig ungeliebt. Was sollen wir sagen? Dabei handelt es sich um ein Klischee, das sehr häufig eintritt bzw. sich bewahrheitet.

Aber wie es so mit Klischees ist, sie lassen sich nicht verallgemeinern und treffen mal mehr und mal weniger häufig zu.

 

Bild im Text: Clipdealer

Beitragsbild: Flickr Romain Toornier , CC by 2.0

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