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Diese Frau macht aus ihrer Haut eine Handtasche

Denn was passt schon besser zu einer Skinny Jeans als eine Skinny Bag?

Es gibt Momente in der Mode, da staunen wir voller Bewunderung und Faszination für den kreativen Kopf hinter den großartigen Kleidern und können uns kaum satt sehen. Und dann gibt es Momente, da wissen wir nicht, ob wir hysterisch lachen, vor Entsetzen schreien oder die Augen für immer schließen sollen. Dieser hier gehört wohl eher in die zweite Kategorie:

Skinny Bag statt Skinny Jeans

Joan aus England hat einen peripheren arteriellen Verschluss im Bein, deshalb soll es ihr vom Knie abwärts amputiert werden. Die 55-Jährige möchte aber nicht, dass ihr Unterschenkel danach einfach irgendwo im Krankenhausmüll verrottet und hatte deshalb eine zündende Idee.

 

„I had a lightbulb moment – can I use my amputated leg to create something beautiful and useful?“

Sie erfuhr von einer Frau, die die Haare ihrer verstorbenen Mutter in deren altes Brautkleid einnähen lassen wollte. Für rund 15.000 Pfund übrigens. Und als wäre das nicht schon skurril genug, geht Joan noch einen Schritt weiter: Wenn sie mit ihrem Bein schon nicht mehr laufen kann, trägt sie es eben einfach mit sich herum – als Handtasche. Ja, sie möchte ein Stück ihrer Haut vom Bein auf eine Handtasche nähen. Dazu sucht sie jetzt im Internet jemanden, der sich dieser Aufgabe widmen möchte. Falls du dich also mit der Behandlung von Tierleder bestens auskennst und keine weiteren ethischen Probleme damit hast, dann melde dich!

 

Eine Handtasche aus Menschenleder

 

Noch ist aber gar nicht sicher, ob sie ihr Bein nach der Operation überhaupt behalten und mit nach Hause nehmen darf. Doch die Gespräche darüber verliefen bis jetzt durchwegs positiv für sie.

 

„I know it’s a bit odd and gross, and some might think I’m crazy, but it’s my leg, and I can’t bare the thought of it being left to rot somewhere. It’s part of me and I want to keep it.“

 

Haut(e) Couture

Natürlich soll die Fertigung ihres außergewöhnlichen Accessoires nicht unbezahlt bleiben, sie ist bereit, dafür rund 3.000 Pfund auszugeben. Vielleicht ist das für den ein oder anderen Design-Studenten die Rettung am Monatsende? Die Designer der Website jedenfalls, auf der sie nach einem Näher sucht, haben ihre kleine Skizze schon mal in einem ersten Entwurf umgesetzt.

 

Ihre Familie ist nicht so begeistert von der Idee, doch davon lässt sie sich nicht abbringen. Mode kennt eben keine Grenzen.

 

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Bildquelle: sewport.com
Titelbild: Unsplash unter CC0-Lizenz

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