Einfach und nachhaltig: Fertighäuser für das Umweltgewissen?

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Beim Begriff „Fertighaus“ ist immer auch ein leicht negativer Unterton auszumachen: Bereits „fertig“ klingt nach Massenware, die individuellen Bedürfnissen kaum gerecht werden kann. Doch das Angebot an Fertighäusern beweist, dass die Bauweise keineswegs Form und Material beschränkt. Wer besonderen Wert auf Umweltschutz legt, findet heute auch nachhaltige Fertighäuser.

Effizient und natürlich bauen

Nachhaltigkeit hat bei einem Fertighaus verschiedene Dimensionen: Zum einen sollten die Rohstoffe für das Fertighaus nachhaltig gewonnen werden und gegebenenfalls ein Recycling ermöglich. Zum anderen sollte das Haus natürlich auch energieeffizient geheizt werden können. Weiterhin ist ein langlebiges Produkt natürlich nachhaltiger als ein Konsumgut mit kurzer Haltbarkeit – auch hier sollte ein Fertighaus mit der konventionellen Bauweise mithalten können.

Fertighäuser durch Wärmedämmung im Vorteil

Die Anforderungen der hohen Energieeffizienz erfüllen Niedrigenergiehäuser am besten: Durch die kompakte Bauweise fällt die Außenfläche im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Hauses gering aus. Dadurch wird der potenzielle Wärmeverlust bereits auf ein Minimum reduziert. Weiterhin wird natürlich ein besonderer Wert auf eine wirkungsvolle Dämmung gelegt. Hier könnte ein Fertighaus gegenüber dem Massivhaus prinzipiell im Nachteil sein, weil die Wände dünner ausfallen. Obwohl die Wandstärken bei Fertighäusern zumeist nur bei etwa 20 cm liegen, ist die Wärmedämmung jener von Massivhäusern meist überlegen. In der Holzrahmenkonstruktion finden hochdämmende Materialien Platz, mit denen die Ziegel eines Stein auf Stein gebauten Hauses nicht mithalten können. Wer sich aber für ein nachhaltiges Haus interessiert, wird die zur Dämmung verwendeten Materialien nicht gänzlich außen vor lassen können.

Natürlicher Rohstoff: Holz weist ideale Eigenschaften auf

Holz erfüllt hier auch hohe Anforderungen: Aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen, kann der natürliche Rohstoff ohne schlechtes Gewissen verarbeitet werden. Skandinavien ist für seine Forstwirtschaft zurecht bekannt, strenge staatliche Kontrollen zur Wiederaufforstung und vergleichsweise kurze Transportwege sorgen dafür, dass die Umwelt keinen Schaden nimmt. Zudem ist Holz bei entsprechender Pflege und Verarbeitung äußerst langlebig. Außerdem ist Holz vergleichsweise leicht zu verarbeiten und kann sehr unterschiedliche Formen ermöglichen, die bei einem Massivhaus nur schwerlich umzusetzen sind. Andere positive Nebeneffekte wie das natürliche Raumklima und die gute Geräuschdämmung werden natürlich ebenso gerne genutzt. Beinahe gänzlich aus Holz gebaut, überzeugt das Blockbohlenhaus schon ganz ohne weitere Maßnahmen durch eine hohe Energieeffizienz. Allerdings ist auch hier eine zusätzliche Wärmedämmung notwendig, die entweder innen oder außen erfolgen kann. Während eine Innendämmung die verfügbare Wohnfläche etwas einschränkt, leidet unter der Außendämmung die natürliche Optik – dabei handelt es sich gerade hier um einen der besonderen Vorzüge des Blockbohlenhauses. So gibt es bereits einige Anbieter, die Blockhäuser im natürlichen Stil anbieten und dabei auch auf die Nachhaltigkeit achten. Dabei sieht das Ganze nicht nach Einheitsbrei aus, sondern ist sehr vielfältig – der Anbieter Polar Life Haus zeigt dies ganz gut durch sein Sortiment auf der Webseite.

Wichtig ist bei einer solchen Hauskonstruktion natürlich auch die regelmäßige Behandlung des Holzes vor den in unseren Breitengraten schwierigen Witterungsbedingungen. Während UV-Strahlung durch sogenanntes „Ausgrauen“ vor allem optisch schadet, setzt die Feuchtigkeit der Holzstruktur bei unbehandeltem Holz deutlich stärker zu. Die regelmäßige Nachbehandlung sollte also berücksichtigt werden – doch der Aufwand lohnt sich.

 

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Bildquelle: Polar Life Haus