Eltern: Kind, lern‘ was Vernünftiges!

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Es ist ja nicht so, als würde sich die Generation Y nicht schon ständig den Kopf um ihre Zukunft zerbrechen. Zu allem Überdruss kommen dann auch noch die Sorgen der Eltern obendrauf. Aus dem Kind soll schließlich etwas Vernünftiges werden. Klar, Eltern wollen immer nur das Beste für ihre Kinder. Aber die Vorstellungen, was das Beste ist, klaffen bei Eltern und Kindern ja gerne mal so weit auseinander, wie die Beine einer Balletttänzerin beim Spagat – auch so ein Kindertraumberuf, von dem Eltern eher nicht so begeistert sind. Kaum jemand hat das in schönere Worte gefasst wie die Fun-Punkband Die Ärzte mit ihrem Sommerhit „Junge“ anno 2007. Da besingen die fürsorglichen Eltern ihr Kind, es möge doch bei „Onkel Werner“ in der Werkstatt eine Lehre beginnen oder sich endlich an der Uni einschreiben. Der Junge aber hängt lieber den ganzen Tag mit seinen Freunden ab und macht Musik. Genau so könnte die Jugend der Band ausgesehen haben – immerhin lässt sich der Bandname auch als ironische Anspielung darauf verstehen, was sie eben nicht geworden sind, obwohl das die Eltern sicher gern gesehen hätten: Ärzte.

 

Mach deinen Eltern eine Freude: Werd‘ Arzt!

 

Es den eigenen Eltern recht zu machen, ist nicht immer einfach. Aber was ist es denn eigentlich genau, was Eltern von ihren Kindern wollen bzw. sich für diese wünschen (was ja manchmal schwer zu trennen ist)? Um das herauszufinden, hat eine Studie der Londoner HSB-Bank Eltern auf aller Welt auf den Zahn gefühlt. Befragt wurden 5500 Eltern aus 16 Ländern in Asien, Europa, Nahost und Amerika. Mit 350 Befragten pro Land erlaubt die Umfrage zwar kein repräsentatives Ergebnis, bietet aber immerhin einen interessanten Einblick. In welchen Berufen sähen die Eltern ihre Kinder also am liebsten? Überraschung: natürlich Arzt! Mit 19 Prozent ist das der mit Abstand am meisten genannte Berufswunsch, egal ob in Indien, Taiwan oder Deutschland. Auch wenn sie selbst keine Ärzte geworden sind (oder gerade deshalb?) scheint für viele Eltern im Arztberuf alles zusammenzukommen, was man für ein glückliches Leben braucht: eine sinnvolle und gesellschaftlich angesehen Tätigkeit, ein gutes Gehalt und beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt – Ärzte werden schließlich immer gebraucht. Dementsprechend auf Platz zwei und drei der Wunschliste: Ingenieur (11 Prozent) und Informatiker (8 Prozent), ebenfalls zwei sehr solide Berufe mit hohen Gehaltsaussichten und hoher gesellschaftlicher Nachfrage.

 

Hauptsache das Kind ist glücklich?

 

Natürlich ist Karriere nicht alles, das sehen auch die strengsten Eltern ein. Immerhin zwei Drittel geben an, am Wichtigsten sei ihnen, dass das Kind glücklich ist. Wenn sie könnten, würden alle 5500 Mütter und Väter ihren Kindern liebend gerne ein glückliches und gesundes Leben schenken. Wobei die Umfrage durchaus kulturelle Unterschiede aufzeigt. Glück, so ganz allgemein formuliert, scheint vor allem den Eltern der westlichen Industrienationen am Herzen zu liegen: in Frankreich, Kanada, Großbritannien, Australien und den USA wurde das kleine Wort mit der großen Bedeutung am häufigsten angekreuzt. In China dagegen hat Gesundheit die höchste Priorität, 72 Prozent der Eltern ist das viel wichtiger als eine steile Karriere. In Schwellenländern wie Indien oder Mexiko sieht das ganz anders aus: Gesellschaftlicher Aufstieg und eine erfolgreiche Karriere stehen hier weit vor Glück und Gesundheit.
In Deutschland waren die Wünsche der Eltern recht regelmäßig auf die drei Faktoren verteilt. Hier gilt offenbar ein Mix aus Geld, Glück und Zufriedenheit als der Königsweg. Was also kann man tun, um seine Eltern zufrieden zustellen? Die Antwort ist simpel: einfach ein gutes Leben leben. Viel Spaß dabei!

 

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Bildquelle: Flickr/ Lars Plougmann unter CC by SA 2.0