Geheime K-Pop-Deals und Spionage-Handys: Was über die Gen Z in Nordkorea nach draußen dringt

Nordkorea ist eigentlich eine totale Blackbox. Was genau in dem isolierten Land passiert, bleibt meistens ein Geheimnis. Aber ab und zu dringen absurde Storys über Schmuggler, Insider und Geflüchtete nach draußen – und die zeichnen ein ziemlich wildes Bild davon, wie die dortige Gen Z angeblich mit Handys und Technik umgeht.

Fake-Marken und ein heimlicher Hype

Man hört immer wieder, dass Smartphones auch in Pjöngjang längst zum absoluten Must-have für junge Leute geworden sind. Angeblich kursieren dort mittlerweile zig verschiedene Handymarken mit nordkoreanischen Logos. Wer sich aber umhört, erfährt schnell: Eigene Hightech-Fabriken gibt es wohl kaum. Berichten zufolge wird die Hardware einfach massenhaft aus China ins Land geschafft, umgelabelt und der Bevölkerung als eigener Tech-Erfolg verkauft.

Die Wanze in der Hosentasche

Was über die Software heraussickert, klingt nach einem echten Dystopie-Film. Wenn man den Erzählungen glaubt, ist jedes Smartphone im Grunde eine kleine staatliche Wanze. Gerüchten zufolge macht das Betriebssystem im Hintergrund ständig heimliche Screenshots vom Display, um genau zu checken, was die User gerade treiben.

Richtig skurril wird es wohl beim Thema Slang: Südkoreanische Popkultur ist dem Regime ein absoluter Dorn im Auge. Angeblich greifen die Handys sofort ein, wenn jemand versucht, K-Pop-Slang wie das populäre Wort „Oppa“ zu tippen. Es heißt, das System löscht solche Wörter dann einfach automatisch und ersetzt sie durch linientreue Begriffe – inklusive fetter Warnmeldung auf dem Screen.

Rebellion auf der MicroSD-Karte

Aber die Gen Z wäre nicht die Gen Z, wenn sie nicht Wege finden würde, das System irgendwie auszutricksen. Was man aus dem Land mitbekommt, läuft der eigentliche Kulturaustausch komplett im Untergrund. Auf winzigen Speicherkarten, die bei Polizeikontrollen blitzschnell verschwinden können, werden heimlich verbotene K-Dramen und Musikvideos aus Südkorea getauscht. Auch wenn die Strafen angeblich immer härter werden: Die Storys, die über die Grenze dringen, zeigen, dass sich die Jugend selbst im strengsten Land der Welt ihren Teil der globalen Popkultur erkämpft.

Foto von Lukas Kindl: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-kunst-wahrzeichen-reise-21629276/