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Hilfe, unser Vater ist Fotograf!

Guy Vainer denkt oft „out of the box“. Für seine Zwillinge hat er mit Kreativität und Fantasie verrückte Meisterwerke erschaffen.

Die Fotos, die dieser Familienvater von seinen kleinen Zwillingen macht, werden dich ordentlich zum Lachen bringen. Der Röntgentechniker Guy Vainer lebt zusammen mit seiner Familie, bestehend aus seiner Frau Dalit, den beiden Zwillingen und zwei Hunden in Israel. Die Fotografie entdeckte er als Hobby vor sechs Jahren für sich. Als seine Kinder das Licht der Welt erblickten, startete er damit, sie zu fotografieren. Schnell war klar, dass da noch mehr herauszuholen sein muss, als 0815-Baby-Fotos. Er machte es sich zur Mission, ihnen das unvergesslichste, verrückteste und kreativste Fotoalbum zu kreieren. Wir finden, dass ihm das schon jetzt gelungen ist!

Wir haben Guy ein paar Fragen zu seinen Meisterwerken gestellt.

 

ZEITjUNG: Was hat dich zu deinen Fotos inspiriert?

Guy Vainer: Wie alle Eltern fingen wir an unsere Kinder mit unseren Smartphones zu fotografieren. Nach ein paar Monaten fragte mich mein Vater: „Du besitzt all‘ die Fotografie-Ausrüstung. Warum benutzt du sie nicht?“ Also begann ich die Zwillinge mit der Spiegelreflexkamera zu fotografieren. Als erstes machte ich das „Queen-Foto“, da ich ein großer Fan der Gruppe bin. Nachdem ich das Foto auf Facebook gepostet hatte, bekamen wir eine Menge toller Rückmeldungen, weswegen wir weitere Fotos, wie das „Die Weltherrschaft übernehmen“-Foto, kreierten. Und der Rest ist Geschichte…. Ich denke, das wichtigste ist, originelle Ideen zu haben. Für uns ist es wichtig, unsere Möglichkeiten nicht durch die Tatsache einschränken zu müssen, dass unsere Models Babys sind. Wir möchten unseren Kindern das bestmögliche Fotoalbum erschaffen.

 

Du sagst, du holst das beste heraus aus der Tatsache, dass du mit Zwillingen gesegnet wurdest und verwandelst das Leben deiner Kinder in eine Achterbahnfahrt unmöglicher Szenarien. Wo kommen die Ideen dieser „unmöglichen Szenarien“ her?

Ich versuche in allen möglichen Dingen Ideen zu finden: In Popkultur, Album-Covern, Filmen, Comics und im alltäglichen Leben. Ich habe stets ein Notizbuch dabei und immer, wenn mir eine Idee kommt, schreibe ich sie auf. Danach entwickle ich diese Idee zu einer Skizze.

 

Kannst du uns etwas über das Making-of der Fotos erzählen? Welche und wie viele Personen sind involviert um solche verrückten Fotos zu kreieren?

Alle Fotos wurden von meiner wundervollen, liebenswürdigen und wunderschönen Frau Dalit und mir gemacht. Wir planen die Fotos, alle Kostüme und Requisiten wurden zuvor gekauft oder zuhause gebastelt. Gelegentlich machen wir an einem Tag drei oder sogar vier Fotos. Jedes einzelne davon ist im Detail geplant und die Kinder werden dafür verkleidet und vorbereitet. Wenn das Shooting vorbei ist, ziehe ich die Fotos auf meinen Computer und beginne, sie zu bearbeiten. Selbst ein einfaches Foto kann eine halbe Stunde Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen. Das komplexeste dauert ganze vier Stunden. Wenn ich fertig bin, rufe ich meine Frau an, um ihr ein Feedback zu geben. Gleichzeitig gibt sie mir eins und findet immer etwas, was ich vergessen habe.

 

Wie viel Arbeit steckt wirklich hinter so einem Foto? Welches Bearbeitungsprogramm verwendest du und wie gehst du dabei vor?

Alle Fotos werden mit Lightroom und Photoshop bearbeitet. Außerdem werden sie immer mit dem Stativ aufgenommen. Jedes meiner Kinder wird alleine mindestens 20 Mal fotografiert. Danach machen wir ein paar Fotos von uns, also meiner Frau und mir und vom Hintergrund.

 

Deine Kinder fliegen ja in deinen Fotos ab und zu durch den Raum. Ist dabei jemals einer der beiden zu Schaden gekommen?

Wenn die Kinder zu fliegen scheinen, dann ist das so, weil ich sie in die Luft halte. Dabei verstecke ich meine Hände unter ihren Anziehsachen, damit es einfacher ist, sie mithilfe von Photoshop verschwinden zu lassen. Keines meiner Kinder oder Haustiere wurden je in Gefahr gebracht, während wir die Fotos aufgenommen haben.

 

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