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Fotos: Die Melancholie einer imaginären Freundschaft

Imaginäre Freunde von Kindern sind oft Thema in Film und Literatur. Die französische Fotografin Julie de Waroquier hat sich nun an einer Foto-Serie versucht.

Die französische Fotografin Julie de Waroquier zeigt in ihrer Fotoserie „Doppelgänger“, wie traurig und zugleich magievoll eine imaginäre Freundschaft sein kann.  Wir erwarten oft, dass Fotos die Realität widerspiegeln, doch Julie hat sich an das Phänomen der imaginären Freundschaft herangewagt. Vor allem Kinder haben Fantasiefreunde. Sie versuchen so zu kommunizieren oder brauchen einfach einen imaginären Freund, um eine schwere Phase des Lebens zu überstehen. In ihrer Foto-Reihe erzählt Julie die Geschichte einer imaginären Freundschaft und lichtet dabei sehr gut die entscheidenden Momente ab. Von den zu anfangs noch unschuldigen Bildern bis hin zu den traurig aber auch gefährlich wirkenden Porträts.

Die Polaroid Bilder sind mehrdeutig und verwischen mit ihrer Machart den Abstand zwischen Fiktion und Realität. Genauso wie es die Protagonistin der Reihe tut, sie versteckt sich in einer nicht realen Welt, wo sie mit ihrem imaginären Freund, der letztendlich ihr Doppelgänger ist, herumtollen kann. Die Fotoserie von Julie de Waroquier will die Fantasie hinter einem imaginären Freund verachten, sondern uns viel mehr zeigen, dass in uns alle eine Art inneres Ich steckt. Etwas Fremdes, das zu uns gehört mit der Zeit zwar kleiner wird aber nie ganz verschwindet und nur darauf wartet, aus uns rauszukommen.

Julie de Waroquier Doppelgänger Fotografie

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