Fotos: Wenn Müll zu Kunst wird

Als Stuart Haygarth mit seinem Hund am Strand in Kent spazieren geht, fallen ihm viele kleine Plastikteile im Sand auf: Von Spielzeugpistolen über Sonnenbrillen, Becher und Feuerzeugen bis zum gelben Quietscheentchen. Unzählige Dinge findet er unter seinen Füßen. Heute hat sich Haygarth längst einen bekannten Namen in London gemacht: Ihm kam nämlich die Idee, aus dem vielen Müll am Strand etwas Neues zu formen.

 

Farblich sortierte Schönheit

 

Der aus Lancashire stammende Künstler sieht das Plastik jedoch nicht unbedingt als Müll an: „Mit Recycling haben die Objekte und Installationen gar nichts zu tun“, betont Haygarth, auch wenn er selbst umweltbewusst lebt. Vielmehr geht es darum, Müll zu einer eigener Geschichte zu verarbeiten und die Schönheit von Abfall zu entdecken, so das awmagazin.

Für das Macmillan Krebs Center hat er  500 Meilen der Südküste Englands über vier Monate lang nach Plastikmüll abgesucht. Seine Fundstücke hat er farblich sortiert und das Ergebnis „Strand“ genannt, zu dem es jetzt auch ein Buch zu kaufen gibt. Das englische Wort „strand“ bedeutet Faden, so wie ein Faden, an dem alles hängt und ist natürlich auch das deutsche Wort für beach. Stuart Haygarth zeigt uns, wie schön Abfall eigentlich sein kann. Vielleicht auch, wie wir vermeintlichen Plastik wiederverwerten können. Wir zeigen dir seine gesamte Serie.

Praktikantin: Frisch vom Abi bin ich momentan Praktikantin bei ZEITjUNG und kann nach der Schulzeit endlich das machen, was ich will: Schreiben. Ich hasse Mathe, liebe Wein, über den Tellerrand zu gucken, alles was nachhaltig ist und Konzerte für mein Leben gern. Einen Sommer erlebe ich eher ungern ohne Festivals. Bei ZEITjUNG möchte ich vor allem unterhalten, informieren und zeigen, was gerade so alles falsch läuft auf der Welt.