Nanaya: Dating-App aus dem NASA-Lab

Eigentlich wollten wir 2015 ja alle damit aufhören: Online-Dating. Ein ehemaliger NASA-Ingenieur hat da aber jetzt was Neues gezaubert: “Nanaya”, so heißt die Plattform, möchte sich ganz klar abgrenzen von den bisher erfolgreichen Dating-Apps. Das Magazin “The Daily Dot” nennt sie jetzt schon “the smartest dating app ever“. Das Youtube-Video über Nanaya kann man auf den ersten Blick zwar nicht ganz ernst nehmen, aber die Aussagen des ehemaligen NASA-Mitarbeiters sind doch irgendwie interessant. Und das ist eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass er gleichzeitig mit einer Katze tanzt. Seht selbst:

 

 

Rashied Amini Akuna, so heißt der gute Mann, sieht in seiner App die ultimative Lösung für Online-Dating-Verzweifelte. Statt obszöner Nachrichten und unerwünschter Nacktbilder, verspricht er sozusagen eine Langzeitwettervorhersage auf die romantische Zukunft des Users, basierend auf Psychologie, Soziologie und “einer Prise Liebe“. Das hört sich ja so weit schon mal verlockend an. Weiter spricht er auf seiner Website von einfachen Algorithmen, die täglich in der Finanzwelt benutzt werden und die sich offenbar ganz einfach auf mein und dein Liebesleben anwenden lassen. Und es macht auch gar nichts, wenn du schon in einer glücklichen Beziehung bist – Nanaya kann dir nämlich auch sagen, ob da draußen vielleicht nicht doch was Besseres, Schöneres, noch Glücklicheres auf dich wartet. Echt jetzt? Ja! Der Wissenschaftler ist der Meinung: Eine gesunde Beziehung hält das aus!

Wir sind uns da nicht ganz so sicher. Muss das sein? Ist Zufriedensein so uncool? Offenbar ja, Nanaya trifft genau den Puls der Zeit: In Amerika hat die Beta-Version der App innerhalb kürzester Zeit mehrere Tausend User gewonnen: “This last week has been really exciting! We’re at thousands of users and well before we expected or planned”, schreibt der Nanaya-Gründer auf seiner Website. Tiefgründig kann der Ex-NASA Mitarbeiter aber auch: Er gibt zu, Einsamkeit lasse sich durch Nanaya nicht besiegen, aber er hoffe, Menschen finden durch die App in erster Linie zu sich selbst und zu dem, was sie glücklich macht. Wir finden: Das ist eine schöne Botschaft – und ja: Eigentlich genau das, was wir alle mal machen sollten. Erst mal uns selbst ganz okay finden. Das ist nämlich manchmal auch gar nicht so leicht.

 

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Bildquelle: Valerie Everett über CC BY-S.A 2.0