Nicht mehr das Klima, sondern die Angst vor Kriminalität treibt die Jugend um

Kennst du das Gefühl, dass sich die großen Sorgen deiner Generation gerade verschieben? Eine frische Studie des Umweltbundesamts liefert dazu handfeste Zahlen, und die zeigen einen echten Bruch.

Was sich verschoben hat

Für die Studienreihe „Zukunft? Jugend fragen!“ wurden im Dezember 2025 insgesamt 1.311 junge Menschen zwischen 14 und 22 Jahren befragt. Nur noch 30 Prozent stufen Klimaschutz als „sehr wichtiges“ Thema ein, 2021 waren es noch 50 Prozent. Gleichzeitig nennen 54 Prozent Kriminalität und öffentliche Sicherheit als besonders wichtig, dicht gefolgt von sozialer Gerechtigkeit mit 53 Prozent.

Mehr Pessimismus insgesamt

Auffällig ist vor allem die allgemeine Zukunftsstimmung: 73 Prozent blicken pessimistisch auf die gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands, 2021 waren es 54 Prozent. Auch beim Klima selbst überwiegt Pessimismus mit 69 Prozent, gleichzeitig finden nur 26 Prozent, dass die Bundesregierung genug für Klimaschutz tut, 69 Prozent sehen zu wenig Engagement.

Was das bedeutet, und was nicht

Wichtig ist die Lesart: Das Absinken der Klimasorge heißt nicht, dass jungen Menschen das Thema plötzlich egal ist, die Unzufriedenheit mit der Klimapolitik bleibt hoch. Es heißt eher, dass sich die gefühlte Dringlichkeit verschoben hat, hin zu Themen, die im Alltag unmittelbarer spürbar sind. Beide Sorgen, Klima und Sicherheit, lassen sich als Symptome derselben Grundstimmung lesen: eine Generation, die insgesamt weniger Vertrauen in die Fähigkeit der Politik hat, große Probleme in den Griff zu bekommen.

Was sorgt dich gerade mehr: das Klima oder etwas ganz anderes?

Foto von Gaspar Zaldo: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-sitzung-sitzen-holzern-26801925/