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Obst und Gemüse: Wann hat eigentlich was Saison?

Das sind die köstlichen Alternativen zu blassen Erdbeeren aus Ägypten.

Es ist verständlich, dass einige Lebensmittel nach Deutschland eingeführt werden müssen, da bei unseren Klimabedingungen Bananen und Mangos einfach nicht wachsen. Aber müssen wir wirklich so weit gehen und jedes Obst und Gemüse das ganze Jahr über verfügbar zu haben? Eigentlich nicht: Der Weg ins Regal ist vom heimischen Acker deutlich kürzer als von der Plantage in Paraguay. Und das ist gut für die Umwelt und schmeckt. Es gibt einige Dauerbrenner, die in Deutschland das ganze Jahr über angebaut und geerntet werden können, oder sich zumindest lange und gut lagern lassen: Champignons, Kartoffeln, Lauch, Äpfel und Kohl in sämtlichen Variationen – Weißkohl, Rotkohl und Chinakohl zum Beispiel.

Hier erfährst du, was du wann mit gutem Gewissen regional und saisonal kaufen oder in deinem eigenen Garten anbauen und ernten kannst:

  • 1

    Januar und Februar

    Im Januar hast du die letzte Chance auf Kürbisse, ansonsten ist im Winter auf den deutschen Äckern eher mäßig viel los. Vieles kannst du jetzt auch aus dem Keller holen, was du im vergangenen Herbst gelagert hast: Kartoffeln und Äpfel zum Beispiel.Aber Feldsalat kannst du, wie der Name schon sagt, (Achtung Wortwitz!) vom Feld ernten. Einige Feldsalat-Sorten wie „Vit“ strotzen den kalten Temperaturen und können problemlos im Winter andere Salate ersetzen. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 2

    März

    Alle Rhabarber-Barbaras werden im März ihrem Namen gerecht, die Rhabarber-Zeit beginnt. Es ist eigentlich ein Gemüse und sollte laut alter Bauernregel nur bis zum 24. Juni geerntet werden, damit er noch vor dem Winter genug Kräfte sammeln kann für die nächste Saison. Dazu kommt ein alter Bekannter aus Kindheitstagen, den du liebst oder hasst: Spinat. Der hat zwar anscheinend weniger Eisen als uns als Kind immer gesagt wurde, das ändert aber nichts an seinem Geschmack diesen Monat, denn jetzt beginnt seine Hauptsaison. Bildquelle: regan76 via Flickr unter CC BY 2.0-Lizenz
  • 3

    April

    Köpfe rollen, allerdings nur die vom Kopfsalat. Dessen Hauptsaison startet diesen Monat, genau so wie die des Spargels. Letzteren sollte man aber nach dem 24. Juni nicht mehr stechen, sonst fällt die Ernte im nächsten Jahr deutlich geringer aus. Den Kopfsalat kannst du bedenkenlos in Hülle und Fülle zubereiten, er ist noch bis weit in den Herbst am Start. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 4

    Mai

    Der Frühlingsanfang ist zwar schon ein Weilchen her, die Frühlingszwiebeln haben sich noch ein bisschen Zeit gelassen und haben jetzt ihren großen Auftritt. Bis August gibt es sie erntefrisch vom Feld. Ebenso die Gurken und Rucola. Mit Spinat wird dein Smoothie perfekt und dein #healthylifestyle Instagram-würdig. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 5

    Juni

    Über den Feldern liegt ein scharfer Geruch, denn die Hauptsaison der Zwiebeln beginnt. Auch der Brokkoli ist jetzt bereit. Dazu bricht die Zeit der Sommerfrüchte an: Kirschen, Aprikosen und Stachelbeeren hängen an Bäumen und Sträuchern. Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren genießen die Sonne und du kannst sie aus dem Nachbarsgarten pflücken. Klar, dass du darauf im Winter nur schwer verzichten kannst. Die Lösung: die Früchte als Marmelade einkochen oder daraus Trockenobst machen. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 6

    Juli

    Omas Zwetschgenkuchen mit Streuseln schmeckt jetzt am besten, die ersten Zwetschgen und Pflaumen sind reif. Oder wie wäre es mit einem grünen Smoothie mit frischem Mangold? Wenn dir das nicht reicht, kannst du auch Paprika, Karotten und Maiskolben vom Acker direkt auf deinen Grill legen. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 7

    August

    Äpfel mit Birnen zu vergleichen hat deshalb keinen Sinn, weil Äpfel das ganze Jahr über verfügbar sind, weil wir sie gut lagern können. Birnen dagegen haben ihre Hauptsaison von August bis November. Dazu noch ein paar verschiedene Beeren und dein Obstsalat ist nicht nur unglaublich lecker, sondern auch sehr gesund. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 8

    September

    Dass der Sommer so langsam vorbei ist, merkst du, da sich mit dem Ende des September die Beeren in ihren Winterschlaf zurückziehen. Die letzten Radieschen, Tomaten, Zucchini und Gurke kommen auf den Teller, dazu frischer Spinat und Feldsalat. Wie wäre es noch mit einer Kürbissuppe dazu? Oder Kürbiskuchen? Wir fangen an zu träumen… Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 9

    Oktober

    Im Oktober verabschieden sich Beeren und Sommerfrüchte endgültig. Doch die Nebensaison läuft bei vielen weiter – heißt aber auch, dass vieles nur noch in Maßen in der freien Natur wächst. Zwetschgen, Pflaumen, Radieschen, Gurken und Tomaten zum Beispiel. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz
  • 10

    November und Dezember

    Viel ist nicht los in den Wintermonaten, zu dieser Zeit ist es in Deutschland einfach zu kalt. Karotten und Mais gibt es noch regional vom Bauernfeld, anderes wird dann in Gewächshäusern gezüchtet. Zwar oft regional, aber nicht ideal für die Umwelt. Zum Glück gibt es noch unsere Dauerbrenner wie Champignons, Lauch und Kartoffeln und dein Eintopf ist gerade im Winter perfekt. Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz

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