Toxic Productivity: Wann wird viel machen ungesund?

junge Frau am Schreibtisch

Das Streben nach Produktivität liegt voll im Trend. Das Internet ist voll von Tipps für effektiveres Arbeiten, in Buchhandlungen stapeln sich Ratgeber zu diesem Thema. Produktivität bedeutet, Zeit effektiv zu nutzen und möglichst viel zu schaffen. Besonders während der Lockdown-Phasen der Corona-Pandemie hat sich geradezu ein Produktivitätswettbewerb entwickelt, bei dem die Wohnung ausgemistet, ein Kräutergarten angelegt, neue Sprachen gelernt oder Bananenbrot gebacken wurde. Doch der Druck, immer noch mehr zu erreichen, kann schlechte Auswirkungen auf uns haben. Ab wann wird Produktivität zu „toxic productivity“?

Die Psychologin Julie Smith definiert toxic productivity als „obsession with radical self-improvement above all else”, also eine Besessenheit von Selbstoptimierung, die über allen anderen Dingen steht. Diese kann sich dabei auf alles Mögliche beziehen, so zum Beispiel die Karriere, Noten, sportliche Leistung oder Selbstverwirklichungsprojekte. Als wichtigste Merkmale nennt Smith:

– Beeinträchtigung des Wohlbefindens

– Unrealistische Erwartungen an die eigene Leistung

– Probleme zu Entspannen

Weitere Anzeichen für toxische Produktivität sind ein niedriges Selbstwertgefühl und die Vernachlässigung von sozialen Kontakten wie grundlegenden Bedürfnissen, wie zum Beispiel genug zu trinken.

Immer unterwegs. Momentan wahrscheinlich in den französischen Alpen. Leicht zu begeistern. Ganz besonders für Sport, vegane Leckereien, gute Romane, Yoga und Fremdsprachen.