Kurz vor Amtsübergabe: Trump beeilt sich mit Hinrichtungen

Trumps Ego kennt wohl gar keine Grenzen mehr. Um den Demokraten vor der Amtsübergabe noch einen reinzuwürgen, ist ihm inzwischen scheinbar jedes Mittel recht. So werden Häftlinge, die im Todestrakt auf ihre Hinrichtung oder aber Begnadigung warten, zu den Opfern seines politischen Wahnsinns.  

Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist selbst ein glühender Verfechter der Todesstrafe. Seit seiner Wiedereinführung von Hinrichtungen auf Bundesebene im Juli 2019 wurden auf diese Weise 10 Menschen hingerichtet. Nachdem nun sicher ist, dass am 20. Januar Joe Biden ins Weiße Haus einzieht, will Trump nun in den letzten Tagen mehrere Hinrichtungen vollstrecken. Der Grund, wieso nun so konsequent durchgegriffen wird: Die Regierung unter Joe Biden wird vermutlich die Todesstrafen der Verurteilten in lebenslange Haftstrafen umwandeln. Mit seinem Verhalten bricht Trump auch eine 130-jährige Tradition, nach der in der Übergangsphase zwischen zwei Regierungen keine Todesurteile vollstreckt werden.   

Der Fall Brandon Bernard 

Der Fall um den 40-jährigen Brandon Bernard hat besonders viel Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt: Seine Hinrichtung zu verhindern war das Anliegen einer Petition, die von rund 500 000 Menschen unterzeichnet wurde. Auch Kim Kardashian hat sich gegen seine Hinrichtung eingesetzt.

Der damals nur 18-jährige Brandon Bernard wurde 1999 in Texas wegen Beteiligung an einem Doppelmord zum Tode verurteilt. Sein Anwalt Robert C. Owen erklärte, dass Bernard seitdem nie aufgehört hat, diesen schrecklichen Fehler, den er begangen hat, zu bereuen. Er empfinde echte Reue für seine Tat. All das hat aber nicht verhindern können, dass er am 10.12. im US-Bundesstaat Indiana mit einer Giftspritze getötet wurde. Eine Hinrichtungsmethode, die übrigens sehr umstritten ist, denn sie ist alles andere als human und kann beim kleinsten Fehler zu einem langen und schmerzhaften Todeskampf führen. Solche Fehler treten häufiger auf, da kein Fachpersonal vor Ort ist. Schließlich verbietet es der hippokratische Eid einem Mediziner, mit seinem Wissen anderen Menschen Schaden zuzufügen. 

Für jeden, der mehr über die Problematik mit der Giftspritze und der Todesstrafe allgemein wissen will: Hier ein herausragender Beitrag von John Oliver, der die Problematik in seiner Late-Night-Show „Last Week Tonight“ perfekt zusammenfasst.

Großer Anime-Fan und leidenschaftlicher Gamer mit einem Faible fürs Schreiben und das Lernen von Sprachen - gerne auch mal ausgefallenere wie Elbisch oder im Moment Mandarin. Zudem ein überzeugter Hemdenträger, exzessiver Nutzer der Farbe Schwarz (Dark Mode ist PFLICHT) und Katzenliebhaber.