Können Emojis unser Alter verraten?

Emojis

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Babbel entstanden.

Emojis sind aus E-Mails und WhatsApp-Nachrichten nicht mehr wegzudenken. Musste man früher noch ausschreiben, dass einen gerade etwas fürchterlich ärgert, so schickt man heute einfach ein wütendes Gesicht. Statt echten Blumen tut es nun auch die virtuelle Hibiskus-Blüte. Einmal ins Emoji-Menü auf dem Handy geschaut, ausgewählt, abgeschickt. Praktisch, oder?

Wer im Einsatz mit den mittlerweile tausenden Bildsymbolen besonders geübt ist, kann mit etwas Fingerspitzengefühl sogar für den ein oder anderen Lacher sorgen und so ernsthafte Sympathiepunkte beim Empfänger oder bei der Empfängerin sammeln. Nachdem wir seit 2020 aufgrund des Coronavirus alle vermehrt in Chats und Instant Messengern unterwegs sind, haben sogar unsere Eltern und Großeltern gelernt, wie sie die bunten Bildchen einsetzen.

Dabei ist Smiley nicht gleich Smiley. Je nachdem, wer wie welche Art von Emoji nutzt, gibt erstaunlich viel Aufschluss über die entsprechende Person. Der Einsatz von Emojis hat sich zu einer Wissenschaft für sich entwickelt, anhand derer man womöglich Gruppenzugehörigkeit und Alter bestimmen kann. Dabei fing doch alles so einfach an.

Wie Smileys en vogue wurden

Angeblich war es die New York Times, die 1862 aus Versehen ein lächelndes typografisches Zeichen im Abdruck der Rede von Abraham Lincoln verwendet hat, 20 Jahre später benutzte ein US-Satiremagazin typografische Symbole, um Gefühle wie Melancholie oder Staunen auszudrücken. Richtig los mit den bunten, kleinen Gefühlsbildchen ging es aber erst 1999, als ein japanischer Designer damit beauftragt wurde, eine Vielzahl von Piktogrammen für einen Mobilfunkanbieter zu gestalten. Er lieferte daraufhin 176 Symbole ab, die zunächst vor allem in Asien immer beliebter wurden. 2011 hat erst Apple und 2013 dann Android die Bilder in ihre Smartphones integriert – ab da gab es weltweit kein Halten mehr. Egal ob es draußen regnet und hagelt, die Katze krank ist oder das Sushi nicht schmeckt: Zwei, drei passende Emojis versendet und der/die Empfänger*in weiß sofort Bescheid. 

Emojis transportieren aber längst nicht mehr nur ihre wortwörtliche“ Bedeutung: Sie können auch als Code benutzt werden, dessen Verwendung signalisiert, wer in ist und wer out, wer alt oder jung.