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13 Momente, die jeder Praktikant schon erlebt hat

Von einer Praktikantin an alle anderen Praktikanten dieser Welt. Haltet durch, ihr seid nicht allein.

Mittlerweile ist es unverzichtbar, auf seinem Lebenslauf mindestens so viele Praktika vorzuweisen wie es Sand am Meer gibt. Also setzen wir uns in den Semesterferien an den Schreibtisch, während unsere Freunde am Meer, in den Bergen oder zumindest auf dem Balkon chillen. Warum wir das machen? Wegen des Geldes bestimmt nicht. Ja, Erfahrung sammeln ist gut, aber letztendlich wollen wir doch alle nur den Stempel auf der Praktikumsbescheinigung und dazwischen eine gute Zeit haben.

Auf der Suche

Und während du noch an deinem ersten Tag durch mehrere Stockwerke irrst, dich in endlosen Gängen verläufst und mindestens vier Meetings ungewollt störst, haben wir schon mal eine Liste mit den Momenten gesammelt, die du in den nächsten Wochen garantiert erleben wirst.

1

Wie war das noch gleich?

So viele neue Eindrücke, so viele neue Kollegen und überhaupt waren das viel zu viele Informationen auf einmal, die dir in der letzten halben Stunde von sämtlichen Mitarbeitern zugerufen wurden. Schon jetzt bist du völlig erledigt und lässt dich kraftlos auf deinen Stuhl fallen. Erst mal den PC anschalten und das leere Mail-Postfach checken. Eins nach dem anderen.

2

Wo zur Hölle bekomme ich Kaffee her?

Jeder deiner Kollegen läuft mit einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee herum und du sehnst dich nach nichts mehr, als ebenfalls das göttliche Getränk literweise in dich hineinzuschütten. Nachdem dir zwar jemand verraten hat, wo die Kaffeemaschine steht, bist du trotzdem wieder ratlos: Verdammt, wie funktioniert dieses Teufelsding?

3

„Und, wer bist du so?“

Die Kollegen verschlucken sich an ihrem Kaffee und beobachten die Situation mit Spannung. Du bekommst einen kritischen Blick zu spüren und merkst spätestens jetzt, dass du gerade vor der Abteilungsleiterin stehst und sie nicht erkannt hast. Ups. Jegliche Versuche, die Lage noch zu retten, würden sowieso gnadenlos scheitern, also lässt du es gleich. Das wird dir nicht noch einmal passieren. Und falls doch, leg dir schon mal eine verdammt gute Ausrede zurecht.

4

Mist, schon wieder falsch gemacht!

Fehler machen ist einfach, sie zuzugeben umso schwerer. Doch im Praktikum werden wir oft ins kalte Wasser geschmissen und dass dabei nicht alles von Anfang an glatt läuft, ist klar. Und selbst wenn du denkst, dein Vorgesetzter muss dich für komplett bescheuert halten, weil du diese eine Sache jetzt nach vier Wochen zum 285. Mal schon wieder vergessen hast – macht nichts. Aus Fehlern lernen wir schließlich…oder so…

5

Hä, wo sind alle hin?

Auf einmal wird es ruhig im Büro und du merkst, dass du plötzlich alleine bist. Die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, breitet sich in dir aus. Nachdem du aber auch wirklich gar niemanden findest, den du fragen könntest, ob spontan die Drei-Tage-Woche eingeführt wurde, machst du eben deine nicht ganz so wohlverdiente Mittagspause.

6

Der „nette Plausch“ mit den Kollegen

Wenn die lieben Kollegen doch mal an dich denken und dich mit in ihre Mittagspause nehmen, bleibt oft außer anstrengendem Small-Talk nichts weiter zu bereden. Deinen Lebenslauf hast du in letzter Zeit so oft aufgesagt, dass du ihn am liebsten aufnehmen möchtest und somit bei Bedarf nur noch auf einen Knopf drücken musst. Nein, du weißt noch nicht, wie es nach dem Studium weitergeht. Ja, mit Soziologie und Germanistik könnte das schwierig werden. Ja, dir macht deine Arbeit hier natürlich Spaß. Ja, du möchtest nächstes Mal bitte wieder allein zum Essen gehen.

7

Praktikums-BFF 4 ever <3

Am dritten Tag bemerkst du dann, dass noch jemand ebenso wenig Plan von allem hat wie du. Es gibt ihn, den weiteren Praktikant, deine Rettung im Dschungel aus Meetings, Akten und PowerPoint-Präsentationen. Zusammen rockt ihr die folgenden Wochen und supported euch gegenseitig, wenn es sonst keiner tut. Ihr seid eine unzertrennliche Gang auf Zeit, mit der sogar eine sonst eher lahme After-Work-Feier Spaß machen kann.

8

Laaaaaaaaangweilig

„Kannst du das für mich übernehmen?“ Diesen Satz hörst du von deinen Kollegen am liebsten, denn so langsam weißt du nicht mehr, was du noch tun sollst. Sämtliche Aufgaben der Woche hast du am Mittwochvormittag schon abgearbeitet und fürs Online-Shopping müsstest du schließlich nicht extra ins Büro kommen. Deswegen reißt du dich um alles, was andere loswerden wollen. Selbst wenn es nur einen Klick ins Internet erfordert und du dazu bis Übermorgen Zeit hättest – schon erledigt.

9

Kostenlos, aber nie umsonst

Irgendwas kannst du immer rausschlagen: der bezahlte Suff auf Weihnachtsfeiern, ein Gästelistenplatz auf einem Event, oder einfach nur gratis Kaffee rund um die Uhr. Was auch immer es ist, du greifst zu und lässt keine dieser wunderbaren Möglichkeiten vergehen. Das frühe Aufstehen muss sich schließlich lohnen.

10

Feierabend, wie das duftet!

Dein Nine-to-Five-Job hat auch Vorteile: Es ist kurz nach vier Uhr und du merkst, dass du wirklich gar nichts mehr zu tun hast. Also noch ein paar Mal das leere Mail-Postfach checken und noch eine Viertelstunde beschäftigt wirken, bis du zur Chefin gehst: Kann ich noch etwas tun? Deine Hoffnung auf ein „Nein“ als Antwort wächst ins Unermässliche und der Satz „Sie können früher Feierabend machen“ ist die schönste Melodie in deinen Ohren. Das Beste: Du musst nichts für morgen vorbereiten oder lernen und kannst tatsächlich mal entspannen.

11

Der Lohn deiner Arbeit: ein Stück Papier

Der Moment, für den du eigentlich hier bist: die Bestätigung, dass du für ein paar Wochen wirklich hier warst und (du kannst es selbst kaum glauben) gearbeitet hast. Das alles steht auf deinem Praktikumszeugnis. HALLELUJAH! Das kann dir keiner mehr nehmen, auf geht’s in die Freiheit. Jetzt kann dich selbst ein „sie war stets bemüht“ nicht mehr runterziehen!

12

Time to say Good Bye

Ja, du hast es gehasst früh aufzustehen und den langen Weg zur Arbeit mehr als einmal verflucht, aber deine Kollegen wirst du schon vermissen. Auch wenn du dir niemals alle Namen merken konntest und alle insgeheim „das Gossip-Girl“, „der Typ, der immer im Anzug kommt“ und „der, der immer nur Kaffee trinkt“ genannt hast. Selbst „der Kerl, der nie Hallo sagt“, ist auf irgendeine seltsame Art und Weise ein Teil deines Alltags geworden.

13

In Geld schwimmst du nicht

Zumindest wäre das nur ein sehr kurzes Bad. Das Wort „Unbezahlt“ in Verbindung mit „Praktikum“ lässt dich mittlerweile kalt, daran bist du schließlich gewöhnt. Und selbst wenn es eine geringfügige Aufwandsentschädigung gibt, geht die gleich wieder entweder für die Fahrkarten oder den nächsten Suff drauf. Sparen? Am Arsch. Und spätestens wenn du beim nächsten Pflichtpraktikum mal wieder auf der Suche bist und mal wieder zu spät dran bist, wirst du mal wieder einen unbezahlten Vertrag unterschreiben.

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Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz

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