Netflix & Kill: Diese Filme inspirierten ihre Zuschauer zu Mord und Gewalt

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In der Geschichte von Hollywood gab es so einige Filme, die aufgrund ihrer expliziten Darstellung von Gewalt oder Mord für Kontroversen gesorgt haben. Kritiker warfen den Filmen dann vor, sie würden mit ihren brutalen Szenen den Zuschauer förmlich dazu animieren, diese Taten eins zu eins zu kopieren. Im Englischen spricht man hier von einem „Copycat crime“, wenn Menschen eine schwere Straftat begehen, die an ein Verbrechen aus bestimmten Filmen angelehnt ist. In der deutschsprachigen Kriminologie hat sich der Begriff „Trittbrettfahrer“ dafür etabliert, ein Synonym für Nachahmungstäter. Als Motiv solcher Taten wird dann häufig die Aufmerksamkeitssucht der betroffenen Täter angegeben, wenn die Öffentlichkeit Bezug auf popkulturelle Hintergründe nehmen kann.

 

Gewalt löst nicht automatisch Gegengewalt aus

 

Beim Film gilt aber, wie auch bei anderen Medien: Sie sind per se nicht gewaltverherrlichend – Gewalt im Rahmen von bestimmten Genres wie z.B. Horror, Thriller oder Actionfilmen soll nicht allein dazu dienen, den Zuschauer anzustacheln. In vielen Streifen verbirgt sich hinter der expliziten Darstellung oft auch Kritik an gesellschaftlichen Missständen, die unter die Oberfläche des bloßen Gezeigten gehen. Ein Filmegucker mit gesundem Menschenverstand und ohne kriminelle Energie ist daher kaum gefährdet, das Gezeigte in einem „copycat crime“ nachzuahmen. Trotzdem gab es in der Geschichte actiongeladener Hollywoodproduktionen einige unschöne Vorfälle, bei denen Täter ganz offenkundig Bezug auf Filmszenen genommen haben.


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    Scream

    Die Horrorfilme mit der berühmten Maske haben mittlerweile Kultstatus erreicht. Dass die Filme tatsächlich mal Mörder hervorbringen würden, war umso schockierender, wie ein Fall aus Belgien zeigt: Thierry Jaradin erstach 2001 im Scream-Kostüm die 15-jährige Nachbarstochter Alisson Cambier, nachdem sie seine Annäherungsversuche abgelehnt hat. Er gestand seine Tat kurz darauf und sagte der Polizei, dass er dieses Verbrechen schon lange geplant hatte. Momentan verbüßt er noch seine lebenslange Haftstrafe.

Praktikant: Eine schicksalshafte Begegnung ... nein, Quatsch, lassen wir das! Im beschaulichen Augsburg bin ich zum Studieren gelandet, um mich meiner Vorliebe für die französische und italienische Sprache zu widmen. Nebenbei war ich lange bei Kanal C, Augsburgs jungem Radio aktiv - meine ersten zarten Versuche im Journalismus. Bei ZEITjUNG bin ich schon sehr gespannt, einen Einblick in die Welt des Online-Journalismus zu erhalten. Ach ja, zu mir noch: fußballinteressiert, höre gerne Rock und Metal (Indie ist aber auch 1 nices Genre!) und bin gerne mal auf Festivals zu finden.