Video: Shit Prenzlschwaben Say

Prenzlschwäbin Video

Ein Spielplatz in Berlin kann mal schnell zum Schlachtfeld werden, wenn die Schwabeneltern diesen fluten. Da wird kein Blatt vorn Mund genommen und geschwäbelt, was das Zeug hält. Denn der kleine Racker Friedrich-Antony muss der Wikipedia unbedingt das Schäufelchen wieder geben. Und die „Mährwäg-Flasche“ muss zudem unbedingt korrekt entsorgt werden. Die Schauspielerin Bärbel Stolz, die sich selbst zur „Prenzlschwäbin“ ernannt hat, packt die Klischee-Keule aus und knüppelt alles nieder, was über die hippen Berliner Eltern so im Umlauf ist. Dabei nimmt sie sich herrlich selbstironisch vor allem selbst auf die Schippe.

Die Schwaben haben in Berlin nämlich alles andere als einen guten Ruf, sie gelten als Mietpreistreiber und Speerspitze der Gentrifizierung, wie der Tagesspiegel schreibt. Die Prenzlschwäbin wehrt sich gegen diese Vorwürfe auf die denkbar beste Weise: Mit Humor: „Uns wars halt wichtig, dass unsre Kinder von Anfang an Vielfalt erläbet. Deswäge ham wir drauf geachtet, dass es in der Kita auch Berliner Kinder gibt.“ Berliner werden also zwischen Schwaben integriert. So sieht’s nämlich aus. Hier trifft Ländle-Migration auf Öko-Lifestyle, wenn der perfekt integrierte Schwabe fragt: „Isch des bio?“, oder sich beschwert: „Die henn hier kei Kokosnusswasser.“

Auf ihrem Youtube-Kanal hat die Prenzl-Schwäbin schon ein paar Folgen vorgelegt, bei dieser Ausgabe von Shit Prenzlschwaben Say schießt sie zusammen mit dem Moderator und Schauspieler Jochen Schropp den Kuckuck ab. Die Berliner Schwaben haben sich ihren geographischen Lebensschwerpunkt eben mit Bedacht gewählt: „Ja weisch, sowas hasch halt in Stuttgart net.“

 

 

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Bildquelle: Screenshot

Autorin: Wenn ich mich nicht gerade durch den Großstadtdschungel schlage (oder durch den von Borneo), flüchte ich gerne in die fabelhafte Glitzerwelt des Theaters, in dunkle Kinosäle mit Flimmerleinwänden oder in das bunte Menschenmeer in Konzerthallen. Sonst komme ich aber ziemlich gut klar mit der Realität. Da gibt’s nämlich Kuchen. Ich mag Wunderkerzen und Wassermelone, freihändig Fahrrad fahren und Reisefieber. Wenn mal alles schief läuft im Leben, mach ich Kopfstand. Aber wie man wirklich miesen Schluckauf los wird, hab ich bisher noch nicht rausgefunden. Bin für jeden Tipp dankbar!