Einmal Türsteher im Berghain sein…

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Im legendären Berghain sind Foto- oder Videoaufnahmen streng verboten, seit 2014 werden die Kameralinsen von Smartphones am Einlass mit Aufklebern abgedeckt. Vom Inneren des Clubs sollen keine Bilder gemacht werden, nicht mal Spiegel gibt es drinnen. Und wer es doch schafft, zu fotografieren, wird rausgeschmissen. Sofort.

Im Berghain gibt es auch keine VIP-Bereiche, trotzdem möchte jeder rein. Der Club in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs ist für seine strenge Gästeauswahl bekannt. Türsteher Sven Marquardt gehört zu den wenigen fest angestellten Mitarbeiter und entscheidet an der „härtesten Tür von Berlin“, wer raven darf und wer eben nicht. Dem Großteil der Anstehenden wird der Eintritt verweigert, egal, wie lange sie schon warten. Darf man fragen. warum? „Nein.“ sagt der Türsteher nach einem wortlosen Kopfschütteln, das den Zutritt für heute Abend verweigert.

 

Du liebst Techno? Und wer bist du?

 

Für die zwei schwedischen Designer Alexander Kandiloros und Joakim Bergkvist war die Hysterie um das Berghain – das laut dem „DJ Mag“ sogar mit den weltbesten Clubs auf Ibiza, in London und New York mithalten kann – eher belustigend. Sie hielten ein Kartenspiel, mit dem man selbst die perfekte Mischung der Partygäste zusammenstellen kann, vorerst nur für eine Schnapsidee, die sie immer weitergesponnen haben. Jetzt stehen sie knapp vor der Umsetzung. Dafür gibt es sogar einen Account auf Instagram.

 

 

Die Spielregeln? Vom Touristen über Stoner, Blogger, Leather Daddys oder Hippies haben alle Karten vom „Berghainzegame“ verschiedene Punkte und Farben, jede einzelne mit einer unterschiedlichen Wertigkeit. Wer am Ende des Spiels die meisten Punkte und damit die perfekte Mischung im den Club hat, gewinnt. Höchstwerte bringt ein schwuler Gast mit seiner pinken Karte, Touristen geben zwei Punkte Abzug oder müssen sich wieder hinten anstellen. Genauso wie Herr Marquardt eben auch entscheiden würde.