Bilderbuch im Interview: „Ein Europa ohne Grenzen“

Bilderbuch

Das erste Album „Mea Culpa“ ist super persönlich. Was würdest du sagen, ist die Kernaussage des Albums?

Ich glaube, es geht vom Herzen aus. Ein introvertierter Blick, der vor allem die letzten zwei Jahre von Maurice beschreibt. Eigentlich hat er alle Texte des Albums fast ganz alleine geschrieben. Insofern tu ich mich mit der Auslegung des Albums etwas schwer. Ich verstehe, was er meint und sagen möchte. Aber mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Wohingegen das letzte Album „Vernissage my heart“ nahezu das Gegenteil darstellt. Es geht auch um Gefühl, viel um das Herz, aber eher expressiv. Eine Ausstellung des Herzens eben.

Wenn – vor allem das erste Album – von Maurice geschrieben wurde. Wie geht es dabei euch anderen auf der Bühne, könnt ihr das fühlen?

Ja, klar. Die meisten Tracks von Bilderbuch sind von ihm geschrieben.

Erklärt er euch denn um was es ihm geht?

Meistens weiß man’s. Es ist relativ klar. Auch wenn es hin und wieder verkopft klingt und manche Menschen Dada dazu sagen – was ich überhaupt nicht verstehe – für uns ist es zu 90 Prozent klar, worauf er anspielt und um welche Person, Umgebung oder Situation es geht.

Also hat er eigentlich keine Geheimnisse mehr vor euch.

Schon. Er glaubt jedoch noch immer, sie zu haben. Aber wir durchschauen ihn mehr, als er denkt und wie es ihm lieb ist.

Ihr gebt ihm also nach wie vor das Gefühl, dass er noch Geheimnisse vor euch hat.

Ja, man muss ja nicht immer alles ansprechen.

Nochmal zu eurem letzten Album: Vernissage ist ja die Ausstellung, wie würde denn eine Finissage bei euch aussehen? Wie werdet ihr beispielsweise das Tourende feiern?

Wir machen uns direkt ans nächste Werk. Wir haben, wie schon gesagt, viele alte Tracks, die wir noch im Studio ausproduzieren möchten. Vielleicht ein, zwei Tage frei machen und erst mal heim kommen.

Daheim, das ist schon noch in Wien?

Wien, genau. Wir werden hinfahren und dort in unser Studio gehen. Ende Mai findet dann das Schönbrunn Open Air in Wien statt. Wir spielen dort an zwei Abenden. Das wird groß, 15 000 Leute werden pro Abend erwartet. Dafür müssen wir auch noch eine Woche proben. Und dazwischen sind wir gemeinsam noch vier Tage in Italien. Das machen wir jedes Jahr, um ehrlich zu reden, ganz ohne Blatt vor dem Mund. Wie eine selbst auferlegte Therapiestunde.

Verrätst du, was dabei rauskommt?
Das ist ein bisserl privat (lacht).

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Bildquelle: Hendrik Schneider

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