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Intime Momente mit völlig Fremden

„Intimate Strangers“: Fotografin Hemya Moran simuliert Intimität – mit völlig Fremden.

Intimität. Ein Wort, das in Zeiten digitaler Kommunikation häufig diskutiert wird. Sind wir noch zu echter Intimität fähig, wenn wir unseren Beziehungen meist ein technisches Gerät zwischenschalten? Dauert eine Begegnung auf Tinder lange genug, um Intimität aufzubauen? Sind Facebook-Freunde nicht im Grunde nur Fremde, deren aktuellen Beziehungsstatus wir zufällig kennen?

Fragen wie diese finden sich auf spannende Weise in der Fotoserie „Intimate Strangers“ von Hemya Moran wieder. Denn für ihre Bilder sprach die Fotografin aus Jerusalem fremde Menschen auf der Straße an und inszenierte einen intimen Augenblick mit ihnen. Eine tiefere Beziehung, eine Vorgeschichte. Das Ergebnis sind ästhetische Szenen der vermeintlichen Intimität in den privaten Wohnungen der Passanten.

 

Beziehungen in einem Bild festhalten

 

Über die Serie hinweg deuten sich verschiedene Beziehungskonstellationen an, deren genaue Gestalt jedoch der Fantasie des Betrachters überlassen bleibt. Wie Feature Shoot schreibt, handelt es sich dabei um Beziehungen, die Moran in ihrem Privatleben als misslungen empfindet.

Welche Gefühle die Fotografin mit ihren Begegnungen einfangen wollte, beschreibt sie so: „I’m looking for affection in estranged environments, occupying a contradicting position both distant and involved, repulsed and attracted, feeling a sense of belonging and of loneliness all at once, affection experiencing both empathy and a struggle of domination“. Macht euch selbst ein Bild dieser spannenden Fotoserie und klickt euch durch die Bildergalerie!

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