CheeseKnife

Bilder: Wenn dein passiv-aggressiver Mitbewohner aus deinem Müll Kunst macht

Das Leben in einer WG kann manchmal echt anstrengend sein. Feucht-fröhliche Partys und gemeinsame Unternehmungen mit jeder Menge Happy-Time sind das eine. Aber wir wissen auch: Wenn sich mehrere Leute eine Bude teilen, dann braucht es einfach gewissen Regeln, um das Zusammenleben angenehm zu gestalten. Putzpläne für Bad und Küche sind da nur die Basics. Man sollte darüber hinaus auch schauen, nicht völlig unordentlich zu sein. Oder nicht dafür zu „sorgen“, dass Teller und sonstiges Geschirr verwahrlost im Eck vergammeln. Leider verhalten sich Leute in einer WG dann gerne mal ziemlich unordentlich – sehr zum Ärgernis der Mitbewohner, die’s ausbaden dürfen. Da ist Streit dann oft vorprogrammiert.

 

Das ist Kunst, mach das nicht weg!

 

Jetzt könnte man sich natürlich maßlos über die schlampigen Mitbewohner aufregen. Oder aber: Man geht die Sache mit Galgenhumor an. Den beweist nämlich der US-amerikanische Künstler Justin Cousson aus Kalifornien: Er verwandelt das schludrige Verhalten seines Mitbewohners in Kunstwerke und tauft das ganze auf den klangvollen Namen Passive-Aggressive Art Gallery. Dabei präsentiert er Unachtsamkeiten wie einen schmutzigen Löffel auf dem Boden oder vergessene Wäsche im Trockner als fotografierte Ausstellungsstücke. Wie es sich für diese „Kunstwerke“ gehört, werden sie zusätzlich kurz beschrieben und preislich angeboten.

Die Haushaltsgegenstände und anderen Objekte erzeugen so eine ziemlich kuriose und vor allem auch sarkastische Ästhetik. Man kann sich beim Betrachten der Bilder schon ungefähr ausmalen, wie sauer der arme Justin wohl auf seinen unordentlichen Wohngenossen war. Aber wenigstens ist die ganze Wut in sehr viel kreative Energie geflossen. Man könnte das somit als Mutmacher sehen, um seine Mitbewohner bei der nächsten kolossalen Unordnung bildlich darauf hinzuweisen.