Was kommt in die Tüte? CBD vs. THC im Alltagscheck

Viele von uns ziehen gerne mal einen durch. Inzwischen dürfte aber auch den krassesten Ganja-Gegner*innen klar sein: Hanf hat mehr zu bieten also seine berauschende Wirkung. Besonders gehypt wird gerade CBD , also dieser Wirkstoff in der weiblichen Hanfpflanze, der dich nicht high macht. Dafür aber angeblich gesund. So richtig einig sind sich Wissenschaftler*innen da allerdings noch nicht.

Nevertheless: Neben Tropfen oder Massageöl kann man CBD auch rauchen. Im Shop kriegt man CBD – sieht aus wie „gewöhnliches“ Gras oder Hasch, riecht und schmeckt danach.

Ist CBD jetzt also der Holy Grale für alle, die nur ab und an bisschen Lust auf Grasgeschmack haben? Oder für Dauerkiffer*innen? Oder für diejenigen, die meinen, beim Rauchen was für ihre Gesundheit tun zu können? Wir haben die beiden Wirkstoffe THC und CBD mal genauer unter die Lupe genommen und in Alltagsituationen gegeneinander antreten lassen.

Essverhalten

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Etwa eine halbe Stunde, nachdem man einen Joint geraucht hat, macht er sich langsam bemerkbar: Der Fressflash. Der obligatorische Gang in die Küche endet vor dem Kühlschrank und mit Bergen von Essen in der Hand. Alles schmeckt auf einmal so viel besser, egal was, welche Geschmacksrichtung und wie viel. Du mochtest eigentlich keine Oliven? Macht nichts, auf einmal sind sie der Gaumenschmaus schlechthin. Der Unterschied zwischen Appetit und tatsächlichem Hunger ist längst nicht mehr vorhanden.

Dadurch, dass THC die Rezeptoren andockt, die für das Hungergefühl zuständig sind und CBD diesen Bestandteil nicht besitzt, hat es keinen Einfluss auf unser Essverhalten.

Allerdings ist unser Hungergefühl subjektiv bestimmt, das heißt auch CBD kann den Appetit anregen, wenn wir dazu tendieren. Kurz gesagt: ein Fressflash kann auch einfach durch uns selbst entstehen und muss nicht vom Marihuana abhängig sein.

Fazit: Wenn du nicht mitten in der Nacht Nudeln kochen oder zum Späti rennen willst, ist CBD perfekt.

Schlaf

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Angst vor Prüfungen, Unruhe, Schlafprobleme? Dafür nehmen viele Menschen CBD ein, ob in Tropfenform oder mit ner Gute-Nacht-Tüte. Und ja, es hilft. Macht ruhig, entspannt, man schläft easy ein und durch bis zum nächsten Tag. Ob Wundermittel oder Placeboeffekt ist ja letztlich auch egal.

Beim Kiffen ist es ja oft so: Man wird mega schläfrig und lethargisch, die Augen fallen zu. Genau bis zu dem Zeitpunkt, in dem man im Bett liegt. Dann macht sich eine eigenartige innere Unruhe breit, man schläft einfach nicht ein. Und wenn man dann nach einigem Hin- und Herwälzen endlich eingenickt ist, dann ist der Schlaf schwer und traumlos.

Fazit: CBD bringt dich safe zum Schnarchen. Bei THC kommt es echt drauf an.

Mit Freund*innen chillen

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Wer mit Freund*innen chillt und zusammen CBD konsumiert, wirkt möglicherweise entspannter und gelöster. CBD soll kommunikativer machen und sogar soziale Phobien lösen. 

Dass Lachflashs durch Marihuana ausgelöst werden können, ist bekannt. Auf diese Art kannst du auch mit deinen Freund*innen connecten, allerdings ist fraglich, wie viel Sinnvolles bei Gesprächen herauskommt, wenn man stoned ist. Jede*r, der*die schonmal versucht hat, seine*ihre ach so klugen Gedanken aufzuschreiben, die er*sie hat, während er*sie high ist, weiß, dass dabei nur Bullshit herauskommt.

Wenn du also schon deine Aufregung vor sozialen Kontakten irgendwie auflösen willst, dann lieber mit CBD statt mit THC.

Fazit: Für chillige Runden mit Freunden ist CBD perfekt. Macht die noch entspannter, aber du kannst immer noch ernste und tiefe Gespräche führen – an die du dich morgen auch noch erinnerst.

Der Morgen danach

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Wer am Abend davor einen zu viel durchgezogen hat, kennt diese Schläfrigkeit und Schwere am Morgen danach. Dazu kommt noch ein leichtes Dummheitsgefühl, weil man sich an einfachste Dinge nicht erinnern kann, wie beispielsweise sein Handypasswort.

CBD hat eine gegen Übelkeit gerichtete Wirkung, kann also vor allem nach einem Alkoholrausch am nächsten Tag helfen. Zudem gibt es Studien, die untersuchen, ob CBD einem Kater vorbeugen kann. Das macht es vielleicht sogar zu einem Mittel gegen Kater.

Fazit: Den Kopf am nächsten Morgen hat man mit CBD zwar nicht. Aber egal was in der Tüte steckt, morgens Rauchen muss man echt wollen. Droge der Wahl: Koffein.

Auf Partys

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Jeder kennt die Klischee-Kiffer-Couch auf Partys in amerikanischen Highschool-Filmen. Auch wenn Kiffer*innen in Filmen meist übertrieben dargestellt werden, ist besagte Couch von der Realität gar nicht so weit entfernt. Man hängt zusammen an einem möglichst gemütlichen Ort ab und bewegt sich auf der Party auch sonst nicht viel. Und seltsamerweise scheinen sich alle Kiffer*innen wie durch ein Wunder auf jeder Party immer zu finden und hängen miteinander ab.

CBD ist nicht die typische Party-Droge. Wer sich allerdings doch dazu entscheidet, auf CBD eine Party zu besuchen, macht die Erfahrung, dass er vielleicht etwas entspannter ist als sonst, sich aber wahrscheinlich nüchterner fühlt als die Mehrheit. Kann auch eine spannende Erfahrung sein. Dieses gesellige Gruppending hat man natürlich auch, wenn man sich einen CBD-Joint dreht.

Fazit: Dank Corona gehen auf Partys eh keine Joints mehr reihum. Wer das High auf Partys schätzt, bleibt also am besten bei dem eigenen Joint – und THC.

Sex

Jede Berührung fühlt sich ein bisschen intensiver an, der Orgasmus sowieso: Es gibt Leute, die schwören auf stoned Sex und vermissen etwas, wenn sie’s ohne Weed machen. Ein Zug an nem Joint lässt sich ja auch gut ins Liebesspiel einbauen, etwa wenn der*die Andere es dir gerade mit dem Mund macht. Ist im Joint CBD, funktioniert dieser Teil genauso gut, aber vielleicht fühlst du dich insgesamt ruhiger oder auch passiver als sonst beim Sex.

Fazit: Klare Absage an THC und CBD. Ab und an mögen beide Wirkstoffe nice sein. Aber am besten bleibt es doch, wenn der Rausch und die Ekstase nur vom Sex kommen.

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