Corona: Kann eine neue Impfstrategie tausende Tote verhindern?

Eine Person erhält eine Impfung.

Die Impfstrategie des Bundesgesundheitsministeriums sollte mittlerweile jedem*r bekannt sein: Je nach Alter und eventueller Vorerkrankung werden die Menschen in Deutschland einer der vier Impfgruppen zugeordnet. Die Barmer, mit rund neun Millionen Versicherten die zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse des Landes, hat dieses Vorgehen nun in einer Studie bemängelt. Es sei auch innerhalb der einzelnen Gruppen eine Priorisierung notwendig.

Um die perfekte Reihenfolge für die Corona-Impfung zu ermitteln, hat das Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) die Daten ihrer Versicherten herangezogen, die im Jahr 2020 an Covid-19 erkrankt waren. Anschließend wurde analysiert, ob diese Personen von einer Vorerkrankung betroffen waren – und wenn ja, von welcher. So konnten die Wissenschaftler*innen einige Mängel in der deutschen Impfstrategie herausstellen. Laut der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums stehen Pflegekräfte, über 80-Jährige und Bewohner*innen von Pflegeheimen, deren Impfungen momentan schon durchgeführt werden, an erster Stelle. In die zweite Prioritätsstufe fallen beispielsweise Menschen mit Trisomie 21, Demenz oder einem transplantierten Organ, außerdem diejenigen, die mit einer geistigen Behinderung leben. Wer allerdings aus dieser Gruppe besonders schnell eine Impfung erhalten sollte, ist nicht klar. Deshalb brauche man eine Priorisierung innerhalb der Priorisierung, so die Ergebnisse der Barmer-Studie.

Grafik von Vergleich.org

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.