Corona-Impfung: Erfahrungsberichte und Nebenwirkungen

Ein junger Mann bekommt nach einer Impfung ein Pflaster auf die Einstichstelle.

So langsam kommt auch in Deutschland die Impfkampagne ins Rollen und immer mehr Menschen lassen sich gegen das Coronavirus immunisieren. Während einige ihrer Impfung mit großer Vorfreude entgegenblicken, schleichen sich bei anderen Skepsis und Ängste vor möglichen Risiken ein. Doch wie schlimm sind die Nebenwirkungen wirklich? Und was passiert überhaupt im Impfzentrum? Wir haben mit drei Personen gesprochen, die diese Erfahrungen bereits gemacht haben.

Pascal, 25

Ich arbeite beim Rettungsdienst – dass mich das Thema Impfung im Rahmen der Corona-Pandemie schon länger beschäftigt hat, ist daher glaube ich selbstverständlich. Als bekannt wurde, dass die ersten Impfstoffe auf dem Weg waren, gab es natürlich erst einmal diese Unsicherheit, wann wir überhaupt dran sein werden. Im Rahmen der STIKO-Liste wurden wir schließlich in Stufe 1 unter Punkt 3 eingestuft: Das bedeutet, vor uns waren Über-80-Jährige sowie Bewohner*innen von Pflegeheimen an der Reihe.

Bei uns im Landkreis wurden die Rettungsdienstmitarbeiter*innen, die Interesse an einer Impfung hatten, ziemlich spontan kontaktiert – denn am Ende eines Tages blieben oft einzelne Impfdosen übrig, die natürlich nicht verworfen werden sollten, da sie auch nur für einen bestimmten Zeitraum nutzbar sind. So kam es dann dazu, dass ich an einem Montagabend gegen 19:30 Uhr die Nachricht bekam, es sei Biontech-Impfstoff übrig und ich könne sofort ins Impfzentrum kommen (welches zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht offiziell in Betrieb war). Dort angekommen musste man zunächst einen Anamnesebogen ausfüllen (Vorerkrankung, Allergien, bereits auf Impfungen reagiert usw.). Mit dem Impfpass ging es dann in die sogenannte Impfkabine und man bekam die verheißungsvolle Spritze. Nachdem ich 15 Minuten lang beobachtet wurde, um starke Nebenwirkungen auszuschließen, wurde ich schließlich nach Hause geschickt.

Noch am selben Abend tat mir die Einstichstelle am linken Oberarm etwas weh. Am nächsten Morgen verspürte ich dort stärkeren Schmerz sowie ein leichtes Krankheitsgefühl. Ich war müde, hatte Kopfschmerzen und irgendwie war mir nicht ganz wohl. Diese Symptome waren allerdings am nächsten Tag, also gut 48 Stunden nach der Impfung, wieder verschwunden. Drei Wochen später gab es dann die zweite Impfdosis – diesmal nicht spontan, denn die Dosis war ja aufgrund der ersten Impfung speziell für mich eingeplant. Auch bei diesem Termin gab es ein Aufklärungsgespräch durch einen Arzt und eine 15-minütige Beobachtungszeit. Der Tag nach der Impfung ähnelte dem nach der ersten Impfung, mein Arm tat etwas weh und ich hatte leichte Gliederschmerzen. Am Tag darauf waren die Schmerzen im Arm noch etwas stärker geworden, jedoch waren alle anderen Reaktionen nicht mehr vorhanden. Also: Alles halb so wild und bei weitem nicht so schlimm, wie es von so manchen in den Medien verbreitet wurde. Dazu muss man auch sagen, dass solch eine Reaktion einfach ein Zeichen dafür ist, das der Körper auf den Stoff reagiert und Abwehrzellen produziert.

Das Ende der Geschichte: Ich bin nun geimpft, habe die Sticker im Impfpass und fühle mich in der aktuellen Situation einfach etwas sicherer. Von meiner Seite aus gibt es also eine klare Empfehlung für die Impfung.

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.