Hamburgs neue Attraktion: Das Klubhaus am Spielbudenplatz

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Vor zwei Jahren wurde das baufällige Gebäude aus den 50er Jahren am Spielbudenplatz abgerissen und schon vier Monate später startete der Bau des neuen Klubhauses auf dem Kiez. Mit Clubs, Gastronomie, Entertainment und Büros wird das Gebäude mit der einzigartigen Fassade zu einer neuen Attraktion in der Hansestadt.

Der Hamburger Kiez rüstet musikalisch auf. Direkt am Spielbudenplatz wurde pünktlich zum Reeperbahn Festival das neue Klubhaus am Spielbudenplatz eröffnet. Es vereint nicht nur mehrere Musikclubs, sondern auch eine Cocktailbar im obersten Stockwerk und Büroräume. Außerdem gibt es ein „escape the room„-Abenteuer, bei dem Gruppen von bis zu acht Personen gemeinsam Rätsel und Aufgaben lösen müssen, um dem Labyrinth zu entkommen.

Die Lage für das Klubhaus könnte nicht besser sein. Direkt an der Reeperbahn und neben dem bekannten Schmidts Tivoli, in dem regelmäßig das St. Pauli Musical „Heiße Ecke“ und viele andere Veranstaltungen stattfinden.

 

Entertainment innen, Werbefläche außen

 

Nicht nur der Innenraum ist ein Gewinn für den Hamburger Kiez. Die Außenfassade des neuen Klubhauses ist durch großflächige Licht- und Videoinstallationen nicht nur optisch ein Hingucker, sondern sie dient auch als Anzeige- und Werbefläche. Abwechselnd werden Nachrichten, Wetterinformationen, Kunst, Werbung und auch Hinweise zum aktuellen Programm zu sehen sein. Darüber hinaus sind Liveübertragungen von Konzerten und Sportveranstaltungen geplant.

Und auch die Besucher der Reeperbahn können sich an der Gestaltung der Medienfassade beteiligen. Über Twitter oder die App Hamburg 2024 kann man Tweets oder sogar Namen live auf der Großleinwand erscheinen lassen. Mit der Einsendung des eigenen Namens können sich Hamburger und Besucher für Olympia in Hamburg aussprechen.

 

Clubschließungen auf der anderen Seite der Reeperbahn

 

Wie so oft hat jedes Projekt auch seine Kehrseite. Auf der Seite des Klubhauses blüht die Straße am Spielbudenplatz auf. Auch für die Esso-Häuser sollen bereits neue Pläne vorliegen. Die Geschäfte auf der gegenüberliegenden Straßenseite dagegen kämpfen teilweise um die Existenz. Bereits drei Diskotheken, an der Ecke Reeperbahn/Große Freiheit gelegen, mussten schließen. Die Lidl-Filiale im Niebuhr Haus plant einen Umzug Richtung Holstenstraße und wird so ein weiteres leer stehendes Geschäft hinterlassen. Wichtig wäre es, die Reeperbahn als Ganzes im Auge zu behalten und auch auf der anderen Straßenseite wieder für Leben in den leeren Geschäften zu sorgen. Damit die sündigste Meile der Welt auch weiterhin Anziehungspunkt für Einheimische und Besucher bleibt.

Bildquelle: Gunnar Wrobel by CC

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