„Dreiviertel was!?“ – So vielfältig ist die deutsche Sprache

Die deutsche Flagge weht vor dem Reichstag

Deutschland ist ein Land mit vielen Facetten – nicht nur gesellschaftlich, kulturell und ökologisch, sondern auch im Hinblick auf unsere Sprache. Was für einige Menschen wie ein ganz normaler Ausdruck klingt, wird in anderen Gegenden belächelt oder gar falsch verstanden. Hier findet ihr eine Auswahl der Wörter und Äußerungen, die sich von Region zu Region am meisten unterscheiden.

Die Uhrzeit

11:45 Uhr: Die einen sagen dazu „viertel vor zwölf“, die anderen „dreiviertel zwölf“. Die letzte Variante ist vor allem im Südwesten, Osten und Nordosten Deutschlands beheimatet, während im Westen und Nordwesten die erste Version Gebrauch findet. Ziemlich verwirrend, oder? „Viertel vor“ soll dabei übrigens heißen, dass bis zur vollen Stunde noch 15 Minuten fehlen. „Dreiviertel“ bezieht sich auf die angefangene Stunde, von der eben schon drei Viertel abgelaufen sind. Wir wollen gar nicht wissen, wie viele Menschen durch diese regionalen Unterschiede schon wichtige Termine verpasst haben.

Die Begrüßung

Vom norddeutschen „Moin“ bis hin zum schwäbischen „Grüß Gott“: Wer sich in Deutschland mit anderen Menschen trifft, wird nicht immer mit denselben Worten willkommen geheißen. Die Begrüßungen hier sind so vielfältig wie unser Land selbst und kommen dem ein oder anderen dadurch sicherlich etwas ungewohnt vor. Aber egal, ob man jetzt „Servus“, „Tach“ oder einfach nur „Hallo“ sagt, die Hauptsache ist doch, dass man freundlich zueinander ist.

Das Frühstück

Wenn du einem*r Münchner*in ein Brötchen anbietest, wird der*die dich vermutlich nur mit großen Augen anschauen. Genau so geht es dem*der Hamburger*in, wenn er*sie für dich eine Semmel kaufen soll. Und noch einmal anders sieht es im Südwesten Deutschlands aus: Hier bestellen die Menschen beim Bäcker ein Weck oder auch ein Weckerle. Im nördlichen Teil Deutschlands gibt es dazu einen Pott Kaffee, in Teilen Bayern einen Haferl und an der tschechischen Grenze einen Dippel.