Die Good News Tanke: Gleichberechtigung und Wiederaufforstung durch Streaming

In der täglichen Berichterstattung kommen die guten Nachrichten häufig zu kurz. Darum haben wir uns entschieden auch schönen, erfreulichen und hoffnungsvollen Themen eine Bühne zu geben. Hier kommen die Good News der Woche.

Die Vier-Tage-Woche – Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Arndern machte letzte Woche nicht nur Schlagzeilen, weil sie ein TV-Interview gelassen weiterführte, obwohl in diesem Moment ein Erdbeben einsetzte. Letzte Woche schlug Arndern neuseeländischen Unternehmen vor, die Einführung der Vier-Tage-Woche für den Neustart nach Corona zu berücksichtigen. Kürzere Arbeitszeiten würden ebenso, so Ardern, den Inlands-Tourismus ankurbeln.

Drei Milliarden Bäume sollen bis 2030 innerhalb der EU gepflanzt werden. Bildquelle: Unsplash

3 Milliarden Bäume für die EU – Bis 2030 sollen in der EU 3Milliarden neue Bäume gepflanzt. Außerdem sollen bis zu einem Drittel der Land- und Meeresoberflächen zum Naturschutzgebiet erklärt werden. Das steht im Plan zur Rettung der Artenvielfalt der EU-Kommission.

Cordelia Röders-Arnold (links) und Sally Starken (rechts) fordern mehr Gleichberechtigung. Fotocredit: Cordelia / Verena Brandt; Sally / Danny Glahn / Youstn Co.

Gleichberechtigung statt Blumen – Cordelia Röders-Arnold und Sally Lisa Starken ist in dieser Krise etwas aufgefallen. Frauen, die das Land mit Care-Arbeit am Laufen halten, bekommen Blumen geschenkt. Doch von Blumen kann man keine Miete zahlen oder Kinder versorgen. Deshalb haben die beiden Frauen sich in dieser Krise etwas vorgenommen: Sie wollen Deutschland gleichberechtigter machen. In einem Appell an die Bundeskanzlerin und einige Minister, fordern sie, statt Blumen, faire Gehälter für Frauen, gleichberechtigte Mitbestimmung und ein Recht auf Gewaltschutz. Zurzeit haben sie knapp 8.000 Unterschriften gesammelt.

Entschädigung – Das südamerikanische indigene Volk der Ashaninka bekam nach vierzig Jahren endlich recht. Ein brasilianisches Holzunternehmen hatte Anfang der 1980er tausende Bäume illegal abgeholzt. Als Entschädigung sollen sie nun 2,3 Millionen Euro vom Unternehmen bekommen, samt offizieller Entschuldigung. Mit dem Geld wollen die Ashaninkas das Gebiet um den Amazonas vor Abholzungen schützen.

Ein deutsches Start-Up-Unternehmen kombiniert Umweltschutz und Streaming. Bildquelle: Screenshot / Plantyflix.

Wiederaufforstung durch Streaming – Auch das Streamen von Serien oder Filmen verursacht C02-Emissionen. Ein deutsches Start-Up macht es nun möglich, den durch Streaming verursachten Ausstoß auszugleichen. Mit nur wenigen Euro pro Monat können Nutzer*innen ein Abo abschließen und unterstützen somit die Wiederaufforstung von stark abgeholzten Gebieten, wie in Haiti oder Indonesien.

Radtour durch Deutschland – Fahrradfahrer*innen aufgepasst! In ganz Deutschland gibt es viele neue Fahrradwege. Zum Beispiel in Bayern im Oberpfälzer-Wald: 500 Kilometer-in-8-Tagen-Radtour an der Deutsch-Tschechischen Grenze.

Immer mehr Menschen setzen (sich) auf das Fahrrad. Bildquelle: Unsplash.

Fahrradgeschäft boomt – Die Fahrradbranche könnte als eine der wenigen gestärkt aus der Krise gehen. Viele Menschen in Deutschland entdecken das Fahrradfahren wieder für sich und kaufen sich ein neues Modell.

Die gehörten Ungehörten – Junge Menschen im Nahen Osten, darunter viele Frauen, haben durch die Corona-Krise eine neue Stimme bekommen. Dank der Beliebtheit von Podcasts und sonstigen Internet-Radio-Formaten bekommen viele Frauen eine Bühne. Dabei geht es vor allem um Tabu-Themen wie häusliche Gewalt.

In Kapstadt haben sich Straßengangs zusammengetan, um Bedürftigen zu helfen. Bildquelle: Unsplash.

Solidarischer Waffenstillstand – In Kapstadt haben rivalisierende Gangs einen Corona-Frieden geschlossen, um bedürftigen Menschen zu helfen. Nun verteilen sie zusammen Lebensmittel und Seife an Menschen, die zur Risikogruppe gehören und ihre Häuser nicht verlassen können.

I can get satisfaction – Die Deutschen waren noch nie so zufrieden mit ihrem Leben, das zeigte eine Studie des Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.

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Bildquelle: Unsplash; CCO-Lizenz

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