„Es Darf nicht zu diesem Klima-Sünder-Gefühl kommen“ – Fabia von Fridays for Future im Interview

Fabia steht auf einer Bühne und spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund Banner

Als die Schülerin Greta Thunberg im Jahr 2018 begann sich öffentlich für das Klima zu engagieren, wusste sie nicht, dass sich ihr Protest zu einer globalen Bewegung entwickeln würde. 2 Jahre später hat sie viele Menschen für das Thema sensibilisiert. Was hat sich geändert und was gehört in Zukunft getan? Wir haben mit der 18-jährigen Fabia gesprochen, die seit 2019 im Bereich Pressearbeit für Fridays for Future arbeitet.

In Deutschland werden von „Fridays for Future“ Ziele gesetzt wie:

  • „Nettonull“ für 2035 (es soll nur so viel Treibhausgas ausgestoßen werden, wie natürlich wieder aufgenommen werden kann)
  • Kohleausstieg bis 2030
  • und 100%ige erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Zur Coronazeit wurde es allerdings ruhiger um die Bewegung. Zumindest medial, denn es hat sich trotzdem etwas getan. Fabia aus Nürnberg ist Mitglied bei Fridays for Future – Wir haben mit ihr über die Zukunft von FFF und ihr eigenes Engagement gesprochen.

Nach ihrer ersten Demo, auf die sie durch einen Anreiz ihrer Mutter ging, war sie so beeindruckt, dass sie ein Teil von der Bewegung werden wollte. Und da laut ihr anfangs noch einige Sachen schiefgegangen sind hat sie begonnen mit zu organisieren: zuerst auf Orts-, dann auf Bundesebene.

ZJ: Denkst du FFF hat aufgrund von Corona zu wenig aufmerksamkeit bekommen?

Ich glaube es ist für Menschen super schwierig zwei Krisen auf einmal zu sehen, die Klimakrise ist aber allgegenwärtig und realer denn je. Der Punkt ist, dass wir Klimaschutz wieder auf die Agenda holen müssen.

Gibt es konkrete Forschritte beim Klimaschutz?

Im September 2019 kam ja das „Klimapäckchen“, was ziemlich lächerlich war. Wir haben jetzt eine Studie veröffentlicht, die zeigt, was Deutschland tun müsste damit wir das Ziel einhalten. Bis jetzt hat die Bundesregierung aber nichts getan.

Und das ist Anreiz weiterzumachen?

Natürlich, wir müssen so lange weitermachen, bis wir die Ziele einhalten und bis wir tatsächlich aktiven Klimaschutz und eine gute Klimapolitik haben und keine Symbolpolitik.