„Es Darf nicht zu diesem Klima-Sünder-Gefühl kommen“ – Fabia von Fridays for Future im Interview

Fabia steht auf einer Bühne und spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund Banner

Ist es demotivierend, dass nichts passiert?

Es macht mich unheimlich sauer, und demotiviert mich, wenn von der Politik gar nichts kommt und keine Fortschritte gemacht werden. Auf der anderen Seite ist es Motivation zu sagen, wir gehen weiter auf die Straßen und bleiben so lange unbequem, bis sich was tut, weil es einfach um unsere Zukunft geht.

Fabia bei einer Demo von Fridays for Future

Welche DInge hast du in deinem Alltag umgestellt, um klimafreundlicher zu sein?

 

Ganz viel. Ich persönlich esse vegan, lasse mich nirgends mit dem Auto hinfahren, mache auch keinen Führerschein. Aber wir von FFF sind der Meinung, dass die Politik die Weichen stellen muss, damit wir überhaupt die Möglichkeit haben klimafreundlich zu leben. Denn es macht relativ wenig aus, was der*die Einzelne tut, wichtig ist, dass die großen Konzerne klimafreundlich produzieren.

Hast du in deinem Umfeld menschen inspiriert sich für das klima einzusetzen?

Wir essen in unserer Familie so gut wie kein Fleisch mehr. In meiner Klasse war es am Anfang etwas seltsam für andere, wenn ich auf die Klimademo gegangen bin, aber inzwischen gehen immer 5,6 Leute mit. Wenn man sagt, man geht auf die Demo, oder dass man mitorganisiert, dann macht das viele Menschen neugierig und haben dann auch Lust darauf, tatsächlich etwas zu tun.

Bist du in deinem Alltag konsequent, oder fliegst du dann doch mal mit dem flugzeug?

Ich bin tatsächlich sehr konsequent, aber glaube, dass es nicht zu diesem Klimasünder-Gefühl kommen darf. Niemand ist perfekt, niemand kann komplett klimaneutral leben. Wichtig ist, dass jede*r klein anfängt, auch wenn er*sie nur auf die Straße geht, und anfängt laut zu werden.

Das Fazit ist und bleibt also: Laut bleiben, um endlich einen Fortschritt in der Politik zu sehen!

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Foto: Fridays for Future