Feuerwerk an Silvester – Ist das noch zeitgemäß?

Feuerwerk an Silvester

6. Müll

Auch hierzulande richtet das Silvester-Feuerwerk weiteres Unheil an: Nach der großen Böllerei stapelt sich auf den Straßen der Müll. Neben den Feuerwerksresten bleiben auch oft Flaschen liegen, die als Raketenstartbahn benutzt wurden. Dank der Abfallbetriebe ist diese Folge der Silvesternacht zwar bald beseitigt, trotzdem sollte man sich vor Augen führen, wie viel Müll die Sause produziert. In der Stadt München wurden 2019 70 Tonnen Silvestermüll weggeräumt – das meiste davon stammt von Raketen und Böllern. Das muss doch nicht sein.

7. Geld

Was für eine Geldverschwendung! Schnell sind ein paar Millionen Euro Schall und Rauch. Laut Statista wird an Silvester 2020 ein Umsatz von schätzungsweise rund 122 Millionen Euro erzielt. Dieses Geld könnte an anderer Stelle viel sinnvoller investieren (ich sage nur: Digitalisierung an Schulen. Corona hat die Missstände wieder in den Fokus gerückt). Natürlich hängen an der Feuerwerksbranche auch hierzulande Jobs, aber das kann kein Totschlagargument sein. Denn manchmal sind Veränderungen und Umstrukturierungen unausweichlich, weil sie der Verbesserung des Gemeinwohls dienen – wie zum Beispiel beim Klimaschutz (sorry, liebe Kumpel im Kohlebergbau). Unterm Strich kommt es also uns allen zugute, wenn wir manche Dinge ändern und vielleicht auf Gewohnheiten verzichten, die allen schaden – nur für ein paar Minuten lauten Knaller-Spaß.

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Bildquellen: Pexels; CCO-Lizenz